15 Marion Payr: Afrika, Freiheit & die Kunst hinzuschauen
Shownotes
Marion Payr Reisefotografin & Storytellerin www.marionpayr.com Instagram: @marionpayr
THETRAVELBLOG.at Reiseblog von Marion und Raffael Payr. Marion verantwortet dort Fotografie und Redaktion, Raffael den Videobereich. thetravelblog.at
Prints for Wildlife 2020 von Marion Payr und dem niederländischen Fotografen Pie Aerts gegründet. Die Initiative sammelt mit limitierten Fotoprints Geld für Natur- und Artenschutz. www.printsforwildlife.org
Nikon Female Facets Marion ist Mentorin im Female-Facets-Programm von Nikon. www.mynikon.at/de/inspiration/nikon-female-facets/mentors
Offline-Dorf Marion nahm am Offline-Dorf in Gargellen im Montafon teil, bei dem die Teilnehmer:innen ihre Smartphones für eine Woche abgaben. Marions Bericht darüber: https://thetravelblog.at/offline-village-disconnect-in-the-austrian-alps/
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00:00:00: Die echte Übung ist, das eigentlich im Alltag zu machen und bei jedem Ding.
00:00:04: Egal wie alltäglich es ist ... Du siehst etwas zu allererst mal.
00:00:06: Es hat diese pure Magie, diese unbeschreibliche.
00:00:10: So dieses absolute Wundern, dass es das gibt?
00:00:14: Dass du gerade da sein darfst oder sehen darfst, erleben darfst und so.
00:00:18: Und vom
00:00:18: Schauen zum Hinschauen.
00:00:20: Ja!
00:00:20: Ja genau, so ist es.
00:00:22: Auf einmal merkst du, dass das Leben Korbrobel auf mir ist.
00:00:27: Hi, ich bin die Vera Und this is Forty-Something.
00:00:30: Ein Podcast für alle, die spielen das da noch mehr
00:00:33: geht.
00:00:35: Wir sprechen über Mut,
00:00:36: Wendepunkte und das Leben jenseits der Pläne.
00:00:40: Ihr warkommen perfekten Planen, aber wir gehen trotzdem schon mal los.
00:00:48: Marian, du hast dir ein richtig funktionierendes Erwachsenenleben gehabt?
00:00:52: Ja, ich hab Studie, Journalismus ... Aber ich war damals so irgendwie unsicher wohin mit mir.
00:00:58: Dann habe ich in einem Bürojob angefangen im Marketing auch so ein bisschen gefangen, weil wenn du einmal anfängst an Marketing Job zu machen dann ist der nächste automatisch wieder ein Marketing Job.
00:01:08: und so habe ich halt drei verschiedene Jobs eigentlich gehabt.
00:01:10: Und die Fotografie ist dann erst so auf der Seite dahergekommen und hat sich dann erst entwickelt.
00:01:16: Er ist ja total crazy, wie die Fotografie in sein Leben kommen.
00:01:19: Ja durch Instagram?
00:01:20: Kein klassischer Weg!
00:01:22: Die meisten, die du fragst vor allem Frauen sagen, die früh anfangen und bei denen es ist der Papa.
00:01:27: Da ist das ganz oft.
00:01:27: Der Papa hat eine Kamera gehabt und ich hab schon als Kind mit der Kamera spielen dürfen und so.
00:01:31: Das gab's halt bei mir nicht.
00:01:32: Mein Papa ist Musikerin, hat mit Kamera nichts am Hut.
00:01:35: was er aber hatte, ist ein National Geographic-Abo immer schon seit seiner Jugend, dass sie starbelt bei ihm zu Hause und ich habe die auch immer schon geliebt aus Kind.
00:01:43: Also da gabs vielleicht schon seinen ganz kleinen ... im Puls Richtung Fotografie und Reisen.
00:01:49: Aber dann hat es Instagram gebraucht, um das offiziell in mein Leben zu bringen!
00:01:54: Komplett crazy, also ...
00:01:55: Komplette crazy.
00:01:56: Kann man nicht beschreiben?
00:01:58: Ich hab das obsessiv betrieben!
00:02:00: Also der Reflehrer in meinem Mann hat gesagt, du musst den Instagram runterladen und ich war so nah, ich hab Facebook, ich brauch doch kein Instagram!
00:02:07: Genau, das war aber, muss man halt sagen, es ist ja im Jahr ganz am Anfang von Instagram.
00:02:12: Ich
00:02:12: kann mich erinnern, ihr habt's mir damals gezeigt und ich habe das nicht ganz verstanden was eure Faszination mit dem ist immer ab, eben doch was jetzt nur so ein Teil.
00:02:19: Ja wer will das, wer braucht noch eins?
00:02:23: Die
00:02:23: Bewegung, dass unser aller Lebens so verändern wird.
00:02:26: Das war gar nicht klar.
00:02:28: Aber besonders dein Sozialverändert.
00:02:30: Auf Instagram, das war sofort Liebe auf den ersten Blick.
00:02:34: Wir waren unterwegs fotografieren immer mit dem Handy.
00:02:37: Kamera hab ich damals noch keine gehabt.
00:02:40: Das war dann einfach
00:02:42: ein Drei-Ges oder gar nicht so was?
00:02:44: Also anstags Handy, ganz schlechte Kamera!
00:02:46: Aber Instagram war auch damals mit diesen Filtern und so.
00:02:49: Da ging es überhaupt nicht um die Qualität der Bilder.
00:02:51: Es war halt eine Alltagserkundung.
00:02:53: Und wir haben Wien irgendwie mit ganz neuen Augen entdeckt und waren in jedem Bezirk unterwegs beim Fotografieren.
00:02:59: Man hat halt dann die Fotos von den Füßen auf einem Kanal täglich gemacht.
00:03:05: Also das war jetzt keine ernstzunehmende Fotografie und der Anführungszeichen.
00:03:09: Ja, ausprobieren, reinkommen random Fotos und das hat aber dann gleich vorher eingeschlagen bei dir?
00:03:14: Ja,
00:03:15: gleich auch nicht!
00:03:16: Ich habe sicher so ein Jahr... Das nur zum Spaß gemacht und da hatte ich hundert Follower oder zweihundert.
00:03:21: Und das war dann neulich aus der ganzen Welt, und das war irgendwie so.
00:03:23: der Spaß!
00:03:24: Sich über dieses gemeinsame Interesse- und Hobby zu connecten mit Leuten von Brasilien bis USA bis Indonesien, UNEMED von überall... Nur nicht so viel aus Österreich.
00:03:34: Die ersten paar Jahre waren nicht viele aus Österreich auf Instagram.
00:03:37: Österreich ist alles immer ein bisschen langsamer?
00:03:39: So
00:03:39: ist es.
00:03:40: aber dann hat sich so langsam meine Community gefunden und dann gab's wirklich so Instagramers Treffen in Wien und ich mein super nerdig ganze Leute mit Kameras von verschiedenen Levels.
00:03:50: Da waren dann schon auch welche mit richtigen Kameras.
00:03:52: In
00:03:52: Instagram Adrefen geben?
00:03:53: Ja, und
00:03:53: da wollen wir gemeinsam fotografieren!
00:03:57: Komplett Nerd-Tum.
00:03:58: aber es hat mir immer Spaß gemacht.
00:04:01: Ich habe einmal pro Tag gepostet mindestens wenn ich zweimal pro Tag für mindestens zwei drei Jahre und dann ist es eigentlich durch einen gnaden Impuls von Instagram voll durch die Decke gegangen weil die mein Account zu einem Suggested User gemacht haben.
00:04:15: Das gibt's jetzt schon viele Jahre nicht mehr, aber ich wurde dann quasi jedem vorgeschlagen.
00:04:19: Der
00:04:19: neu angebildete sich.
00:04:21: Und dann waren die ...
00:04:22: Dann bist du voll durch die Decke gegangen mit der
00:04:23: Nichtsverzahl?
00:04:25: Dann waren es über dreihunderttausend.
00:04:26: Jetzt bin ich ja schon wieder unter dreihundertausend gesunken also es sinkt auch seitdem wieder.
00:04:31: Ja komisch, jeder redet davon dass ist konstant quasi Reichweite da weil das absoluter Bullshit hier wäre.
00:04:36: Ja für junge Leute sind ja also nicht mehr auf Instagram.
00:04:39: Deine Tochter wird auch irgendwann Nichts auf Instagram gehen, weil da bist du.
00:04:42: Ich hoffe sie wird sowieso nirgends sein.
00:04:44: Das ist ein anderes Thema!
00:04:45: Die
00:04:46: Finger von Social Media lassen als wirklich ... Ja
00:04:48: das ist ein anderer Thema und ich bin auch zu viel gespalten, weißt Du?
00:04:50: Einerseits bin ich halt... Total dankbar, dass ich durch Instagram das gefunden hab.
00:04:54: Diesen Weg und diese Leidenschaft und auch die neue Karriere ... Aber gleichzeitig seh's genauso kritisch wie du.
00:05:00: Wir hätten das damals schon gehabt in einer Pubertierung.
00:05:03: Ja schlimm!
00:05:05: Fenstern wir alle schlimmer?
00:05:07: Diese Dinge dürfen Gott sei Dank ohne Internet-Dokumente ausgekommen sein.
00:05:13: Unsere
00:05:13: Pubertät nicht sehr gut,
00:05:14: dass sie noch es gehalten worden
00:05:16: ist.
00:05:17: Da wär einiges viral gegangen, glaub
00:05:19: ich.
00:05:20: Ja, und nicht aus guten Gründen.
00:05:23: Nicht aus gutem.
00:05:25: Oh Gott!
00:05:26: Nein, ist ein Glück ... Ich glaube, wir haben echt den Glück, dass wir diese Generation sind, die noch ohne das aufwachsen dürfen.
00:05:31: Und dass wir trotzdem früh genug damit in Verbindung gekommen sind, es zu verstehen, die Mechanismen zu verstehen.
00:05:36: Es nutzen zu können auch beruflich.
00:05:38: Wenn man's professionell benutzen will, dann muss man dieses Monster füttern mit den Halten.
00:05:43: Genau.
00:05:45: So ... ich versuch's positiv zu sehen.
00:05:48: Wenn ich Inhalte poste, dass ich da hinterstehe und das ich bedes Gefühl habe ... Okay.
00:05:52: Das bringt den Leuten irgendwie einen Mehrwert.
00:05:55: informativ oder wie auch immer?
00:05:56: Nicht
00:05:56: random rausfahren,
00:05:57: sondern
00:05:58: einfach schon schauen.
00:05:59: Wobei ich weiß, wenn du das nur als Business sehen würdest, dann würde besser funktionieren, weil ich mein ganzes Privatleben darin ausbreiten würde.
00:06:07: Aber das hab ich mich halt dagegen entschieden für meine geistige Gesundheit aber auch für die anderen Leute.
00:06:14: Man muss nicht ständig alles von mir wissen und sehen.
00:06:17: Auch wenn, wie gesagt die Leute glaube ich würden sich mehr mit mir identifizieren.
00:06:22: Mich mehr persönlich kennenlernen und das mir näher kommen so betrachtet.
00:06:26: Und dann würden sie wahrscheinlich meine Inhalte auch besser finden.
00:06:30: jetzt die beruflichen Reiseinhalte.
00:06:32: Ja klar weil immer diese Vertrautheit da sein muss.
00:06:35: Die ersten paar Jahre war Instagram wirklich eine Inspirationsplattform und da hat das total funktioniert.
00:06:40: nur schöne Inhalten.
00:06:41: Jetzt schon seit vielen Jahren funktioniere ich auch Kontroverse Inhalte am besten.
00:06:46: Also du musst eigentlich aufregen, die Leute müssen irgendwie dazu angeregt werden zu diskutieren unter deinem Beitrag, zu streiten, zu teilen, ihre Freundin das zu schicken und so wie debatt so auf der Art.
00:06:57: Das ist dann das was funktioniert.
00:06:58: auch dem entziehe ich mich wohl wissend dass das wahrscheinlich nicht so gut funktioniert.
00:07:03: Es interessiert mich nicht es interessiert mir nichts zu produzieren und nicht zu konsumieren.
00:07:07: also mache ich da nicht mit.
00:07:08: ja Aber es ist ein bisschen Luxus zu sagen, dass ich das kann.
00:07:11: Dass ich quasi nicht muss, dass noch unter Anführungszeichen geht's beruflich auch ohne, dass sich mitmacht bei dem Wahnsinn.
00:07:19: Früher war mein Feed schöne Reisefotos.
00:07:22: Ich folge wirklich hauptsächlich Fotograferinnen und Fotografen.
00:07:25: Das ist das was mich interessiert aber ich kanns nicht mehr so steuern.
00:07:29: Es wird in meinen Feed endlos an Reels reingespült von Leuten denen ich ja nicht folge die halt ... Irgendwas ...
00:07:36: Du konntest nicht immer deine eigene Bubble kreieren.
00:07:39: Es ist schwierig,
00:07:41: es kommen immer mehr Inhalte, wo ich mir denke, das nervt mich eigentlich.
00:07:43: Das will ich eigentlich sehen, aber gleichzeitig ... Bei seinen Nerven bleibt man dann trotzdem dran, oder?
00:07:49: Man schaut da irgendwie so.
00:07:50: Was sagt er da und so?
00:07:51: Dann hat man's länger geschaut als man schon wollte.
00:07:53: Und dann hat der Algorithmus heute wieder gelernt, hat er ihn halt funktioniert.
00:07:57: Genau!
00:07:57: Und meine Videos ... Also ich mache ganz seltenen Videos.
00:07:59: Aber wenn nicht welche machen, das sehe ich halt so sechs, sieben Sekunden.
00:08:02: Schauen die Leute an, sind sie weg.
00:08:04: Weil ich halt nicht in den ersten sechs, Sieben Sekunde gesagt habe, did you know?
00:08:08: Das größte Problem in der Welt.
00:08:09: Ich hab's entdeckt.
00:08:11: Sondern ich sag halt, boah, ne oh.
00:08:13: Schön ist es hier.
00:08:15: So langweilig.
00:08:17: Ja, aber ja, Fotografie ist und bleibt mein Medium.
00:08:20: Ich werde dem treu bleiben.
00:08:21: Und ich hoffe, dass es weiterhin Wege im Plattformen dafür gibt.
00:08:25: Vielleicht ist das nicht für immer Instagram?
00:08:27: Keine Ahnung!
00:08:28: TikTok wird's nicht werden, weil das auch keine Fotografienplattform.
00:08:32: Aber ich hoffe halt weiter, dass Es Menschen gibt, die auch ein Interesse haben an dem was mich interessiert.
00:08:37: Wie gesagt, wenn das nicht zweihunderttausend Leute sind in der Zukunft... Ist voll okay.
00:08:41: Es müssen nicht so viele sein!
00:08:43: Es muss halt genau reichen.
00:08:45: und der Einführungszeichen, dass ich davon leben kann.
00:08:48: Das wäre halt schade.
00:08:49: Und nochmal um zu erklären jetzt du hast schon erste Aufträge gekriegt, die du mit deinem Handy eigentlich dann gemacht hast, gell?
00:08:55: Händifotografie... und hast aber nicht gleich den Job gekündigt.
00:08:59: Du hast deinen sicheren Job noch behalten, hast auch noch Karrieresprungen gemacht.
00:09:05: Ich hab irgendwie gedacht, ich kann beides machen oder zeitlang zumindest.
00:09:09: Das war auch ein bisschen Sicherheitsdenken und ich hab eigentlich ... ich weiß nicht, aber vielleicht so ein bisschen Glaubenssatz, dass ich nicht für die Selbstständigkeit gemacht bin?
00:09:16: Ich habe immer irgendwie so externe Motivationen gebraucht.
00:09:19: Beispiel, ich hab extra nichts an der Haupt-Unipublicistik studiert, sondern an der FH-Journalismus, weil ich wusste, wenn ich keinen Abgabetermin hab für meine Diplomarbeit, dann schreibe ich sie nicht.
00:09:29: Und so war es auch.
00:09:30: Also, ich habe mir selber Termine gesetzt, die hab ich alle überschritten und erst am letzten Tag habe ich es dann abgegeben.
00:09:38: Und deswegen habe ich so in meinem Kopf gehabt, ich kann nie selbstständig arbeiten!
00:09:42: Ich bin dafür nicht
00:09:43: geschaffen.".
00:09:44: Dann ist das entstanden.
00:09:45: nebenbei die ersten Aufträge, die sind an mich herangetragen worden oder war ich ja nicht aktiv dahinter?
00:09:52: Agenturen aus dem englischsprachigen Bereich, wo irgendwie Social Media schon ein bisschen früher verstanden wurde auf mich zu und haben gesagt hey würdest du uns diese Kampagne fotografieren?
00:10:00: Das erste war eine Autokampagne die ich dann eben im Handy fotografiert habe.
00:10:04: Und da ist erst so ein bisschen der Knopf aufgegangen das man damit über Geld verdienen kann.
00:10:08: a b dass das eine Karrieremöglichkeit für mich sein könnte Weil ich da alt bin, bis ich mich getraut habe und gesagt hab genug vom Gefühl her an Fixen, Partnern, Kundinnen, Kunden.
00:10:21: Dass ich mich traurig trauen kann zu kündigen.
00:10:23: Aber ich hab vorher noch ein halbes Jahr Teilzeit gearbeitet.
00:10:25: Ich hab es schrittweise gemacht.
00:10:28: In einem Safe Space würde dich sozusagen
00:10:30: ... Das hat für mich gebastelt.
00:10:31: Aber die Sozialung
00:10:32: gemeinsam macht du?
00:10:33: Der Raffi war immer mutiger, der hatte sich vor ein paar Monaten vor mir selbst ständig gemacht.
00:10:38: Und ich bin dann nachgezogen.
00:10:41: Da hatten wir einen großen Kunden, für den wir Instagram aufgebaut haben.
00:10:44: Das war eigentlich so das Startschuss und es war gar nicht das Reisebereichs, sondern ein ganz anderes Thema.
00:10:49: Aber das hat geholfen zu wissen, wir haben ein monatliches Wixom, damit können wir mal auf jeden Fall die Wohnung und damals noch das Auto zahlen.
00:10:58: Und dann war eigentlich Reisen so ... Du hast hauptsächlich Reisephotografie gemacht.
00:11:03: Und irgendwann hast du dich dann verliebt?
00:11:07: Ja, in Afrika.
00:11:08: Zum Leidwesen vor Raffelei!
00:11:10: Das ist so tragisch aber bei ihm ist es irgendwie nicht so eingeschlagen wie bei mir leider Gottes.
00:11:16: Wir waren im Jahr twohundertundachzehn gemeinsam mit Namibia Und ich hab sofort gewusst, irgendwie da will ich wieder hin und muss mehr nach Afrika.
00:11:24: Das hat für mich sofort gefunkt
00:11:26: ... Wo war für dich der Moment, wo du das spürt hast?
00:11:29: Ich weiß nicht, ob ich den Moment jetzt festnageln kann, aber dieses Gefühl dieser Freiheit, Offenheit der Natur, dieser unberührten Natur, die es dort noch in so einem Ausmaß gibt was man nicht kennt aus anderen Ländern, also Europa vor allem nicht Ich glaube, das war dieses allgemeine Gefühl von mein Gott.
00:11:46: Da ist dieser Kontinent der so viel Freiheit freiraum bietet.
00:11:51: Ich weiß auch nicht ... Jetzt kannst du nicht gute Worte fassen!
00:11:54: Aber es war kein Moment.
00:11:55: Das war für mich einfach ein Gefühl.
00:11:57: Ein angekommenen Gefühl und der Refeln mag halt nicht gerne... Irgendwie Insekten, Krabbeltierchen.
00:12:05: Er hat gerne Schänze dir zu machen und Türen dir schließen kann.
00:12:09: Ich fand das Beste unter dem Sternenhimmel nur mit der Zeltplane oder einem Mosketonetz zu schlafen.
00:12:15: Das hat mich sofort gepackt.
00:12:17: Ja?
00:12:17: Ich bin auch ein bisschen angstfrei.
00:12:19: Ich bin vielleicht naivangstfrei aber ich hab keine Angst vor wilden Tieren oder vor der Natur generell.
00:12:25: D.h.,
00:12:25: ja ... Ich fühl mich da einfach total wohl so lange es nicht zu anstrengend ist!
00:12:32: Jetzt beführt sich grad, muss jetzt auch nicht stundenlang auf einem Berg steigen.
00:12:35: Das muss nichts sein!
00:12:37: Und wie kann man sie das jetzt vorstellen?
00:12:40: Wir kennen uns ja aus einer buddhistischen Community heraus.
00:12:43: Ich hab dir da also kennengelernt in der Freetime gerne shoppen gehen und ich habe jetzt nicht so gesehen als die, die jetzt barfuß im Gras oder am Strand dahin läuft.
00:12:53: und jetzt landest du da in Afrika zwischen den Insekten legst du im Wüstenstaub so gefühlt,
00:12:58: oder?!
00:13:00: Es klingt
00:13:00: immer wilder als es ist.
00:13:02: Ich muss sagen, ich mag's auch komfortabel.
00:13:05: Das hab' ich nicht abgelegt!
00:13:06: Ich mag schon am Abend eine Dusche haben... Du bist
00:13:08: schon an der Fluxenskanal?
00:13:10: Also ich habe nix gegen eine gute Matratze abends und eine schöne Decke und ein Kissen.
00:13:15: Und das muss nicht grauslich und dreckig sein, also das muss nichts sein.
00:13:18: Oder deine High-Hills wegen die Tunscher
00:13:21: tauschen?
00:13:21: Ja, das schon!
00:13:22: Aus gesundheitlichen Gründen, Komfortgründen und keiner Helden.
00:13:26: Aber ja, ich probiere uns kennengelernt aber noch voll.
00:13:28: So ist die Letto-Phase komplett.
00:13:32: Wie ein anderer Mensch ... wahrscheinlich geht's dir auch so.
00:13:35: Irgendwie mit der Zeit hat man das Gefühl, wer war diese Person eigentlich?
00:13:40: Und vielleicht waren wir da nicht nur in einer anderen Lebensphase sondern wirklich eine andere Person.
00:13:45: Bei mir hat sich das sicher sehr viel gewandelt Und ich bin da gar nicht traurig, also ich weinte ihm überhaupt nicht nach dem Gegenteil.
00:13:51: Ich bin sehr froh, wo ich jetzt irgendwie angekommen bin und keine Ahnung ob es in zehn oder zwanzig Jahren wieder anders ausschaut ist auch möglich.
00:13:58: Also, man muss schon differenzieren.
00:14:00: Es gibt so Afrika-Abenteuereisende, die auf Selfdrive Campervan unterwegs sind ... Das bin ich nicht!
00:14:08: So ehrlich muss ich sein.
00:14:09: Ich störe die Insekten und die wilden Tiere.
00:14:13: Aber ich mag ein komfortables Bett am Abend und ein gutes Essen.
00:14:17: Ich bin Vegetarierin.
00:14:18: Ich könnte jetzt nicht nur den ganzen Tag versuchen, mich von Street Food in Afrika zu ernähren, weil das ist dann ... Sehr viel Wildfleisch und sehr weniger vegetarische.
00:14:28: Also ja, alles in Balance!
00:14:29: Aber wie kommt man sich das ... Wie kommst du zu diesem Foto?
00:14:33: Wie ist dieser Weg dorthin?
00:14:36: Ja, wie bewegst du die Dorthin an diesen Ort wo du dich dann auf den Piersch legst?
00:14:41: oder wie funktioniert
00:14:43: das?
00:14:43: Es gibt natürlich verschiedene Arten.
00:14:45: also so jetzt an Aktivitäten auf einer Safari kann man sagen Das Klassische ist der sogenannte Game Drive, also Pierschwad, das heißt du bist im Auto Auch hier wieder sehr komfortabel, da gibt's einen cooler Box mitgetränken und kann an die Geiz bringen Snacks.
00:14:59: Und du hast immer ein Geid bei dir!
00:15:01: Der Geit fährt mit dir auf diese Pirschfahrt und die Geits wissen halt sehr genau wo sind welche Tiere zu welcher Uhrzeit am ehesten?
00:15:08: Die kennen das Verhalten, die kennen die Region, die können die guten Loops, wo man fahren muss und so... ...und dann bin ich halt mit meiner Kamera in diesem Auto und werde es so bisschen hingefahren, sondern stellen.
00:15:18: Das ist einfach der Luxus.
00:15:19: Es ist jetzt nicht so, dass ich dann im Gebüsch liege, sieben
00:15:22: Stunden noch
00:15:22: und keine Mux vor mir geben kann.
00:15:26: Das gibt's schon, das will ich mich nicht so Wildtierfotografin nennen, weil so richtige Wildtier-Fotografinnen liegen auch wirklich im Kamouflage out in dem Tantel, im Wald ... Und machen eben dieses Ansitzen, nennt man das?
00:15:40: Und warten dann zwanzig Stunden bis Garmada aus dem Loch kommt oder irgendwie sowas.
00:15:44: Ich bin eine Reisefotograpin immer noch.
00:15:47: Tiere sind definitiv ein großes Thema.
00:15:49: Fotografier ich gern, aber jetzt nicht ganz so ausdauernd wie so richtige Tierfotografen.
00:15:56: Muss man schon differenzieren ein bisschen, sonst werde ich gleich sagen oh ja die Rede ist so groß!
00:16:01: So ist es nicht.
00:16:02: und dann gibt's halt alle möglichen anderen Aktivitäten.
00:16:04: also kannst du halt Rocking-Safari machen zu Fuß durch den Busch gehen gerade bei Gorillas oder Schimpansen geht mal zu Fuß auch immer mit Guides das macht man sowieso gar nie alleine.
00:16:16: oder Kanu, Safari, Boot-Safari.
00:16:18: Es sind alles eigentlich geführte Aktivitäten.
00:16:22: Ich bewege mich selten alleine.
00:16:24: Du würdest jetzt sagen, du bist nie wirklich in Gefahr?
00:16:27: Würde ich schon so sagen!
00:16:28: Der Raffi würde sagen naja... Es geht nachher ein bisschen vorsichtiger als ich.
00:16:35: Also klar, passieren kann immer was.
00:16:37: Weißt du?
00:16:37: Es reicht eine Gälse, die dir Malaria überträgt oder irgendwie so etwas.
00:16:42: Aber ja ... Ich hab jetzt noch nie das Gefühl gehabt irgendwann es war superklapp oder so.
00:16:46: Es
00:16:46: gab wohl Momente wo, keine Ahnung mal einen Elefant oder Nilpferd oder so nicht zufrieden war mit unserer Anwesenheit.
00:16:53: sagen muss man so.
00:16:54: Elefanten
00:16:55: jagen
00:16:56: manchmal hinter Autos her Nicht Pferde, wenn man am Kanu ist.
00:16:59: Die können auch schon mal territorial in Eingriffslust kommen und so.
00:17:04: Da gibt es schon Momente manchmal wo man weiß, das hätte jetzt anders ausgehen können.
00:17:09: aber wenn man gute Geiz hat dann ist man irgendwie so in sicheren Händen.
00:17:13: also wie gesagt ich bin da vielleicht ein bisschen zu angstbefreit aber ich hatte noch nie das Gefühl so oh shit!
00:17:18: Das hätte jetzt in die Hose gehen können.
00:17:20: Ja, oder beim Gehen.
00:17:21: Da können ja auch Schlangen sein ...
00:17:23: Ja, das stimmt.
00:17:23: Binnen
00:17:25: war es nie so lieb.
00:17:26: Nein!
00:17:26: Ich denk da nicht zu viel drüber nach.
00:17:29: In Malaysia sind wir auf einer Walking-Safari im Regenwald gewesen und haben wieder mitgeiht und so.
00:17:35: Wir waren beide fotografieren am Filmwellen.
00:17:38: Und wir gehen halt auch durch den Wald wie wir in Österreich durch den Wild gehen.
00:17:41: Geschauen und wir sind begeistert und schauen aber nicht bei jedem Schritt, wo wir hinstellen.
00:17:47: Dann lag halt so ein Skorpion.
00:17:49: Das liegt am Weg, den der Geiders von hat gezeigt.
00:17:52: Aber wir werden da ... Alleine, wenn man hundert Prozent darauf gestiegen, hätten die nicht vorher gesehen.
00:17:58: Also ja, es ist ein bisschen unbedarft.
00:18:00: Deswegen ist es immer gut, jemanden dabei zu haben, der ein Profi ist.
00:18:05: Was mich noch sehr interessiert, ist was passiert mit dir?
00:18:09: Was geht dir durch den Kopf, wenn du auf dieses Foto wartest?
00:18:14: Du kannst dir nix erzwingen, was so ein Tier tut.
00:18:16: Auf dieses eine Stunde langes Warten
00:18:19: Und dann ist wieder mal nix.
00:18:22: Man lernt Geduld auf der anderen Seite und sich ein bisschen darauf einlassen, was die Natur einem präsentiert und liefert.
00:18:29: Das ist auch so ein Leitspruch bevor man auf eine Safari geht, jede Aktivitätssackung so let's see what nature will present.
00:18:36: Darauf lässt man es sich ein wenig ein.
00:18:38: Aber gleichzeitig hat man natürlich einen Wunsch, was sich entfalten soll und was man gerne für den Motiv hätte.
00:18:44: Ich muss sagen das ist schon ... Es lässt ja nicht kalt.
00:18:48: Es gibt schon Momente, wo ich am Abend zurückkomme und denke, heute habe ich gar nichts gekriegt oder hab kein Foto dabei.
00:18:54: Ein gewisser Frust oder eine gewisse Enttäuschung passiert dann auch.
00:18:58: Aber das hängt damit zusammen, dass ich das beruflich mache.
00:19:01: Ich kann mich nach Hause kommen und nix haben, sondern ich habe Druck, was ich produzieren muss!
00:19:08: Und zum Teil noch gewisse Sachen.
00:19:10: Also wenn ich in ein Gebiet gehe, eben wie jetzt in Borneo und dann würde ich ohne auch einen guten Foto nach Hause kommen, kann ich die Geschichte nicht erzählen?
00:19:17: Weil sonst ist sie unvollständig oder das ist das Kern-Element der Geschichte eigentlich.
00:19:22: Das heißt, ich weiß, gewisse Dinge müssen passieren und dann versucht man so gut um mich zu planen.
00:19:29: Also
00:19:29: z.B.,
00:19:29: in Borno waren wir dann in einem guten Sanctuary wo man weiß okay da gibt es Fütterungszeiten Da muss man sehr darauf achten, dass das eine ethische Einrichtung ist.
00:19:39: Es gibt sehr viele Grauzone und auch schwierige Plätze, wo es nur darum geht, das Foto zu kriegen und das Tier wohl im Hintergrund gerät.
00:19:48: Das ist ein komplexes Thema aber generell ist mir sehr wichtig die Tiere an erster Stelle stehen, das ist immer fix, gesetzt Und dann kommt natürlich mein Auftraggeber oder meine Idee, was ich produzieren möchte.
00:20:01: Und die Emotionen versuche ich so gut als geht zu kontrollieren, mal geht's besser und mal geht es schlechter.
00:20:06: also wenn ja Raffi kennt ... Also wir haben Momente wo wir halt auch zusammenproduziert und erkennt mich und er weiß manchmal jetzt rede ich sie besser nicht mehr an Das passt grad gar
00:20:15: nichts!
00:20:16: Das Licht passt nicht, die Szene passt nicht.
00:20:18: Keine Ahnung was auch immer.
00:20:19: Da kann ich auch mal ein bisschen frustig werden.
00:20:20: Aber ja das ist vielleicht ein bisschen ein Ehrgeiz weil man hat sich etwas Genusses vorstellt
00:20:25: Klar, na ja, gute Erwartungen.
00:20:29: Ich muss sagen ... In der Natur mit Tieren geht's am einfachsten und am besten.
00:20:33: Wenn ich kommerzielle Aufträge machen muss, wo ich zum Beispiel ein Hotel fotografiere oder so, da ist der Druck definitiv höher.
00:20:38: Da weiß ich, da muss ich liefern, egal wie die Umstände sind, ob das nicht schlecht ist, irgendwie die Models nicht performen, was auch immer.
00:20:45: Also da ist es definitiv mit mehr Druck von außen mein Stresslevel höher.
00:20:50: Aber in den Naturen mit Tielen ist für mich die ... angenehmste, schönste, befriedigendste Art zu fotografieren.
00:20:58: Und
00:20:58: du hast auch das Vertrauen drauf, dass da was
00:21:00: Schönes kommt.
00:21:00: Ja und wenn es nicht der Leopard im Baum ist, weißt du den man sich wünschend vorstellt?
00:21:05: Dann sieht man was ganz anderes, was man vielleicht nicht erwartet hat um diese Offenheit zu bewahren.
00:21:09: Deswegen sage ich immer so ist ein bisschen wie eine Meditation Du schärfst deine Aufmerksamkeit, du bist fokussiert Du achtest auf Dinge die du vielleicht sonst nicht wahrnehmen würdest weil du ja durch diese Kameralinse irgendwie punktuell fokassiert und das ist eigentlich nicht viel anders als Meditation.
00:21:27: Und mit unserem gemeinsamen buddhistischen Background.
00:21:30: Wir beide sind jetzt die Meditärer, wir unsere Männer.
00:21:33: So ist es, die gebracht haben.
00:21:34: Wir lernen das schon im Leben in den
00:21:36: Wegen.
00:21:36: Ja genau!
00:21:38: Aber Michelle du hast da irgendwie in der Fotografie deinen eigenen Weg gefunden dort auf einem Meditationskissen zu sitzen?
00:21:46: Also ich glaube auch ganz fest übrigens daran, dass Meditationen nicht auf eine Art und Weise für jeden funktionieren.
00:21:52: Deswegen gibt es so viele verschiedene Techniken oder?
00:21:53: Genau!
00:21:53: Und deswegen gibt's einen in einer G-Meditation, der nächste eine Atemmeditation, den andere braucht Yoga, der Nächste braucht Rippsituation... ...und für mich ist Natur also so in der Natur sein und fotografieren total eine praktische Anwendung von Meditation im Sinne einer Achtsamkeitsübung.
00:22:11: Genau!
00:22:12: dieses Reflektieren und versuchen, das gelingt natürlich nie immer.
00:22:16: Aber auch zu versuchen eben so diese Emotionen zu erkennen bevor sie passieren, bevor die sehr Frust auftaucht oder der Stress dieses Fotos zu kriegen.
00:22:24: Und da die Stufe drüberzugehen wenn es gelingt.
00:22:28: Für mich ist das der totalen Lehrmeister.
00:22:30: Ja!
00:22:31: Und Afrika ist für mich der Platz, wo das am allerbesten gelingt.
00:22:35: Weil ich diesen Raum hab den Platz und die Möglichkeit hab.
00:22:38: Es voll der Luxus dass gleichzeitig ... Ich das auch so ein bisschen zu meinem Job machen dürfen.
00:22:42: also besser geht's eigentlich nicht.
00:22:45: Ist immer das ähnlich wie das Anhalten und Betrachten?
00:22:49: Du kannst es nicht beeinflussen du musst schauen was kommt.
00:22:52: Darfst du aber auch nicht irgendwie festhalten?
00:22:54: Also festhalten, dass du mit drin?
00:22:57: Aber
00:22:59: was ist zum Beispiel auch mit ... Nicht involvieren, eben so in der Meditation?
00:23:04: Lass du das ja dann vorbeiziehen.
00:23:05: Was ist wirklich, wenn da jetzt Dinge passieren?
00:23:09: Mit einem Tier!
00:23:10: Ja also ich muss sagen, ich bin vielleicht nicht so emotional wie man nicht andere.
00:23:18: Also da gibt es schon Menschen, da merke ich die berührt das total und die fangen auch zu weinen oder so.
00:23:23: Wir hatten eine Szene mit einem Babyelefanten ganz klar am Sterben war.
00:23:29: Der war wahrscheinlich ... Die Vermutung ist, dass in der Nacht für jenen ihn attackiert haben und ein Teil gefiel von seinem Schwanz und so.
00:23:37: Er war einfach ganz schwach und lag nur mehr im Gras.
00:23:40: Wir waren eine Gruppe im Auto bei diesem Elefanten und wir haben versucht, wie eine Rettungsorganisation anzurufen.
00:23:45: Da gibt es eine Organisation in der Region und so.
00:23:49: aber vielleicht hilft er auch der buddhistische Background und dieses Vertrauen Darauf, dass Energie nie verloren geht.
00:23:57: Ob du das wieder Geburt nennen willst oder nicht ... Aber ich hab halt irgendwie dieses Urvertrauen, dass nichts auf der Welt verloren geht!
00:24:04: Und ja, das ist eine total harte Situation und mir tut dieses Baby total leid.
00:24:09: Ich fühle mit, aber ich bin nicht so involviert, dass ich dann zu weinen anfange.
00:24:15: Vielleicht bin ich ein bisschen kühl, was das betrifft?
00:24:17: Das ist immer schwer einzuschätzen.
00:24:20: Ja, ich hab auch Kills gesehen.
00:24:22: Ich hab Leoparden gesehen, wie die Tiere umgebracht gerissen haben.
00:24:25: Auch Babytiere, Babyantilopen und so ... Da gibt's Leute, die vertragen das gar nicht!
00:24:31: Und ich bin Vegetarierin und so.
00:24:33: Ich will mich als Tierschützerin, Hardcore-Tierschützenärin betrachten.
00:24:36: Aber es ist vielleicht nichts auf einer ganz orgemotionalen Ebene, sondern mehr auf einer rationalen Ebener, dass ich glaube, dass die Tiere wertvolle Wesen sind, die wir schätzen und schützen sollten.
00:24:47: Naja, du beglippst ja in Ihrem Terrain.
00:24:50: Du funktionierst die Natur bald.
00:24:52: Du bist Besucher!
00:24:54: Ja, also keine Vegetarien, viele von
00:24:56: denen.
00:24:58: Wir haben immer mit dem Geiz das Gespräch.
00:25:00: So, wenn man sich aussuchen kann wieder Geburt nix zu geben.
00:25:02: Also welches Tier man geboren werden möchte und ich sage, ja Löwe oder Krokodil sind zwar die beiden gemütlichsten...
00:25:07: Was ist der dann am Ende da noch?
00:25:08: Ja, so besser ist es!
00:25:10: Aber dann sagen die Geiz immer so naja aber vegetarier sind die
00:25:13: nicht.
00:25:15: Dann müsste ich wohl Tiere essen.
00:25:17: Das ist eine Abwägung.
00:25:20: also jetzt kommt ja immer mehr Forschungen zum Bewusstsein bei Pflanzen an das Tageslicht und wie viele Pflanzen fühlen.
00:25:29: Und ich denke mir so wahrscheinlich verschwimmen diese Grenzen jetzt so für mich immer mehr zwischen Pflanze, Tier, Mensch ... dass es alles ein bisschen auf eigentlich ... letztlich energetisch auf einer Ebene ist.
00:25:38: Diese Bewertungen haben ja nur wir
00:25:40: den
00:25:40: Lebewesen zugeschrieben.
00:25:42: Genau!
00:25:42: Auf dieser Welt gibt's halt irgendwie Nummer im Weg.
00:25:44: Die sind nicht schön.
00:25:46: Es gibt halt kein Tod und alles und Leid.
00:25:48: Ja, und
00:25:50: Fressen und Gefressen werden.
00:25:53: Also, wie wir in dieser buddhistischen Gruppe waren, haben immer uns gesagt so ... Man soll's halt wertschätzen und dankbar sein.
00:26:00: Und dann ist es egal, ob das eine Karotte oder ein Reh ist?
00:26:03: Genau!
00:26:03: Ein Hund.
00:26:04: Weißt du auch diese Zuschreibung, ja?
00:26:06: Die bösen Chinesen, die die Hunde essen.
00:26:08: Das ist alles nur unsere Zuschreibungen, dass ein Hund eine andere Wertigkeit hat als ein Schwein.
00:26:12: Und
00:26:13: gründen und schauen energetisch, dass dem nicht leiden auf diesem Flussfleisch ist.
00:26:18: Dass das ein möglichst schönes Lebenkopf hat.
00:26:20: Und das im Bestfall gilt für die Karotte, genau.
00:26:24: Ein bisschen schwieriger ist nachzuvollziehen!
00:26:29: Wir hoffen sie werden alle schön von Hand gepflückt.
00:26:31: Genau gestreichelte Karotten mit
00:26:33: Mozart
00:26:33: bis Alt.
00:26:36: Aber ja, ich glaube, je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr kann man das wertschätzen und schätzen.
00:26:41: Dass alles letztlich ... Das ist es.
00:26:44: Es ist Energie, die im Fluss auf dieser Welt ist.
00:26:47: Wenn man durch welches Vehikel auch immer bei mir durch das Reisen und die Fotografie und die Naturerlebnisse, wenn man das irgendwie für sich findet, diesen Zugang, dann hat man so einen Schlüssel zum Glück?
00:26:59: Genau!
00:27:00: Manche nennen das Dankbarkeit oder Meditationen.
00:27:03: Wie auch immer du es betiteln möchtest oder Religion aber... Hauptsache, man hat eine Möglichkeit des ... ja.
00:27:10: Anhalten betrachten und geschätzen nicht involvieren oder anhaften.
00:27:14: Das sagt sich alles so leicht.
00:27:16: Es wird mir gelingen, das tut es natürlich überhaupt nicht!
00:27:19: Aber es
00:27:19: gibt Momente, das ist schon mal gut, weil du merkst, ah, okay... Es ist jetzt nicht gerade so wichtig was ich am Konto hab oder ob ich nächstes Monat die Mitte leisten kann oder war's auch immer, sondern jetzt ist da einfach nur ein Bach der fließt Blätter, die in der Sonne funkeln oder was auch immer.
00:27:39: Kleine Dinge ganz oft!
00:27:41: Also es muss eben wie gesagt nicht immer der Leopard im Baum sein.
00:27:43: Für das Foto ist natürlich schon tollbar.
00:27:45: Ich finde es so usschön dass dein erstes Wort bevor du überhaupt gehen hast können dieses Schau.
00:27:50: Ja, Schau mal.
00:27:53: Meine Mama sagt ich muss hier glauben, dass das
00:27:55: stimmt.
00:27:56: Also mir da dieser spirituelle Weg durch das Mama seiner irgendwas klären kann.
00:28:00: Durch Kinder kann man halt so viel lernen, die kommen auf die Welt und dann sind die nur in diesem Jetzt-Zustand.
00:28:07: Hier, da ist es, schaut dort die Fliege, dort den Namen ... gehst du jetzt durch die Welt mit dem Fotografieren und dann irgendwann, wir haben so blind ... Wir nehmen das alles nicht mehr wahr.
00:28:18: Und dann müssen wir wieder lernen zu sehen und versuchen eigentlich unser Leben lang uns wieder von dem zu befreien und wieder zu diesem Kinderzustand zurückzukommen.
00:28:26: Voll
00:28:26: voll!
00:28:27: Das ist so gut was du da sagst weil es ist so.
00:28:29: Ich hab letztens einen Vortrag gehalten, was mich Afrika gelehrt hat.
00:28:32: Und das ist eine dieser Dinge, dass man sich den kindlichen Blick wieder aneignet und zwar den Bevor-Mann Wort der Hat für Dinge ... Da gibt's ja auch ganz viele Philosophen, die darüber viel geschrieben haben und berichtet haben, dass sobald wir ein Wort haben für etwas, wir vergessen richtig hinzuschauen oder es richtig wahrzunehmen.
00:28:50: Ja.
00:28:50: Die Jane Goodall hat auch gesagt, wenn du in den Wald gehst und sagst da, der Schmetterling ist in der Fliege, hast du das abgehakt?
00:28:55: Aber das war's!
00:28:57: Du hast eigentlich nichts gesehen.
00:28:59: Genau.
00:28:59: Und wenn du das schaffst, quasi ... das loszulassen.
00:29:02: Das ist einfacher mit neuen Dingen.
00:29:05: Deswegen ist für mich immer toll, an einen neuen Platz zu fliegen und fahren.
00:29:09: Tiere zu sehen, die ich vorhin noch nicht gesehen habe oder so.
00:29:12: Das triggert das.
00:29:13: Aber die echte Übung ist es eigentlich im Alltag zu machen.
00:29:16: Bei jedem Ding.
00:29:17: Egal wie alltäglich es ist.
00:29:19: Da ist es viel schwieriger natürlich.
00:29:21: Es geht leicht mit einem Oranguttern, den noch nie gesehen hast, bei dem ersten Mal.
00:29:25: Weil das ist halt eben ... Das ist ein kindliches Erleben.
00:29:28: Du siehst etwas zu allererst mal, es hat diese pure Magie, diese unbeschreibliche.
00:29:33: Aber dann wenn du eben schon hunderte Antilopen- oder Watzenschweine gesehen hast, das musst du dir eigentlich beibehalten.
00:29:39: Dieses absolute Wunder, dass es das gibt, dass du gerade da sein darfst und das sehen darfst, erleben darfst ... Da hilft mir das einfach.
00:29:50: Genau, es ist wie ein Mechanismus ... Ich glaub, das ist mein Antrieb, das auch anderen Leuten zu zeigen und deswegen mach ich diese Gruppenreise und will andere Leute da auch hinbringen in dieses Gefühl.
00:30:02: Und dieses Erleben auf dieser Art und Weise.
00:30:04: Vom Schauen zum Hinschauen?
00:30:06: Ja!
00:30:07: So ist es.
00:30:08: Und irgendwie loslassen und nicht zu viel denken oder grübeln.
00:30:14: Aber ja, wie gesagt... Praxis-Theoris.
00:30:18: Das ist eine paar Schuhe.
00:30:21: Ich muss jetzt sagen, ich hab sie auch im Leben gesucht und bei mir ist es dieses Zuhören, dass sie auch in diesen Gesprächen und Podcasts da reinhört ... Ich hab zwar meine Kärtchen know, aber eigentlich muss die loslassen.
00:30:36: Sonst kommt kein gutes Gespräch zustande, wenn ihr mal meine Kärtchen schaut.
00:30:40: Weil sonst hat man das Gefühl, wo's sponnen wird.
00:30:44: wo man mehr reinhört und sich reinfühlt.
00:30:47: Voll
00:30:47: wie gute Übung, oder?
00:30:49: Schauen Sie sich auf der ganz anderes Arbeiten für dich als das schreiberische
00:30:52: zuvor.
00:30:52: Man lernt so viel fürs Leben auch von anderen.
00:30:56: Ja voll cool!
00:30:57: Toll!
00:30:58: Man kann es nie beeinflussen bis wird.
00:30:59: Oft hat man am Plan und man muss dann einfach eben...
00:31:02: Kommt doch was ganz anderes.
00:31:04: So wie mit Kindern.
00:31:05: Genau.
00:31:06: Da kannst
00:31:06: du auch viel planen.
00:31:07: Eine Berlinin-Taste.
00:31:10: Aber ist die ... Marion in Zambia eine andere Marion als in Wien?
00:31:15: Na das glaube ich nicht.
00:31:17: Nein, also ich wenn natürlich seine Gruppe führe dann bin ich halt so in der Rolle der Verantwortung jetzt für diese Gruppe.
00:31:22: Das ist vielleicht anders als wenn ich alleine in Zumbia reise.
00:31:26: dann bin ich schon Reiseleiterin und in irgendeiner Art und Weise kümmere ich mich um das Wohlbefinden der Gruppe, der Gäste.
00:31:34: Aber so prinzipiell, würde ich sagen, bin ich dieselbe, außer dass ich halt hier in einem anderen Arbeitsmodus bin.
00:31:40: Hier bin ich dann halt von diesem Office-Modus und sitze hinter dem Computer und bin am Vorbereiten von Reisen oder am Nachbereiten Fotos bearbeiten.
00:31:48: Der Alltag ist schon anders, aber die Person ... Ich mein, happy er bin ich vielleicht schon ins Sammler.
00:31:55: Mir fehlt das halt schon in Wien in der Stadt lebend so sehr wie die Vorteile genießen.
00:32:00: aber dieses einfach in der Natur sein fehlt mir dann schon.
00:32:03: Das spüre ich schon.
00:32:04: also ich kriege da schon sehr schnell diesen Impuls zu.
00:32:07: jetzt muss ich wieder weg jetzt muss sich wieder raus aus der Stadt und irgendwo hin.
00:32:11: Und was hat dir Afrika für die Stadt Wien gelernt?
00:32:15: Kommt ihr das jetzt alles in den Glauben vor?
00:32:18: Nein, vielleicht eher so.
00:32:19: Wertschätzung für die Infrastruktur an der Stadt.
00:32:22: Und was wir haben und wie gut es uns geht und wie einfaches ist für uns ... Also wenn du in Sambia im Busch bist ich bin ja dann ganz am Rande nur beteiligt.
00:32:31: Ich kriege gleich ein Fragment von dem mit, was die Lodgemanagen machen müssen in ihrem Alltag um ... dort alles auf die Beine zu stellen.
00:32:38: Wie kommt da Strom hin?
00:32:39: Wie wird Abwasser verwertet, wie kommen die Lebensmittel dorthin, wie wird produziert
00:32:44: etc.?
00:32:44: Da geht ja so viel Aufwand hinein, dass man hier merkt, mein Gott, man lebt im Schlaraffenland.
00:32:50: Einmal am Handy eine App geöffnet hat man sich ne Pizza bestellt!
00:32:55: Das weiß man dann sehr zu schätzen und deswegen bin ich auch immer so... Wenn mich die Leute fragen, wieso es nicht raus ist aus Land oder so.
00:33:01: Wenn du die Natur fehlt und das startet ... Aber ich mag diese Zwerwelten.
00:33:05: Ich schätze dass, wenn ich hier diese Arbeit habe, die Büroarbeits- und Anführungszeichen, alles andere reibungslos und einfach funktioniert.
00:33:13: Ich hätte jetzt glaube ich nicht die Zeit und die Lust dann noch ... Ich weiß nicht, Holz zu hacken abends für den Kamin übertrieben wurde, aber da kann man den Rasen zermähen oder was auch immer.
00:33:21: Ist
00:33:22: leicht zum Arbeiten.
00:33:23: Ja!
00:33:24: So wie es ist.
00:33:26: Alles sind barlos.
00:33:27: Aber ich kann es dir nicht sagen, vielleicht irgendwann im Alter ... Da hab ich keine Lust mehr in Wien in der Wohnung zu wohnen und sehen mich nach einem Häuschen im Wald oder so.
00:33:37: Ich weiß auch nicht wie lange ich so reisen kann.
00:33:39: Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man das körperliche mitmacht, dass wir fit genug dafür ist.
00:33:45: Es geht wahrscheinlich auch nicht für immer.
00:33:48: Wie ist jetzt die Ergangenheit während der Kobelzeit?
00:33:52: Da
00:33:52: war
00:33:53: alles weg.
00:33:54: Kurzzeitig waren alle Tops natürlich weg, alle Reisen waren weg und so ... Kurz war auch so existenziell.
00:34:00: Sorge als Selbstständige.
00:34:02: Okay, das heißt auch, dass Einkommen ist weg.
00:34:04: und dann war aber ich kann es sich wahrscheinlich auch erinnern sehr schnell hat sich von dem ganzen Marketing-Budget alles ins Digitale verschoben und alle waren so okay.
00:34:11: gut wir können nichts machen kein Out of Home keine Plakatkampagnen sonst wars wir geben uns ein ganzes Werbegeld in die Onlinekanäle und dadurch habe ich dann plötzlich sehr viele Aufträge bekommen.
00:34:21: Also, da gab's dann so eine Vorfreudekampagne von Südtirol-Tourismus oder Irlandtourismus hat eine Kampagne gemacht.
00:34:28: So nächstes Jahr gehts wieder los!
00:34:29: Es waren ja immer alle optimistisch.
00:34:31: Bald geht es wieder los, bald geht's wieder los.
00:34:33: Wir haben sehr viele Aufträge gehabt wo wir einfach vom alten Material aufgearbeitet haben also alte Fotos, alte Videosachen noch einmal neu geschnitten, neu bearbeitet neue Texte geschrieben und so.
00:34:44: das heißt die Aufdrückstärke war eigentlich ganz gut.
00:34:46: Aber das Reisen hat natürlich total gefehlt.
00:34:48: Wir haben dann totale Österreich-Entdeckungen gemacht, wie so viele waren halt ... Im Sommer war es ja dann offen, gleich am ersten Sommer wieder.
00:34:55: Ganz viel auf Österreich Urlaub.
00:34:57: War's auch voll schön.
00:34:58: Man weiß dann auch, dass wir da zu schätzen.
00:35:00: Es muss nicht immer Afrika sein!
00:35:02: Mach auch jetzt ganz viel.
00:35:03: Ich mach viel für Deutschland-Tourismus.
00:35:05: und so, wo ich vor fünf, sechs Jahren, wenn du mich gefragt hättest, hätte ich gesagt ... Ja, Deutschland weiß ich nicht, finde ich jetzt nicht zu geil als Reiseland.
00:35:11: Ganz aufwärg, gesprochen!
00:35:13: Nichts zur Sechse.
00:35:15: Und jetzt mache ich ura viel so eine Tour-Turismus-Kampagne für Deutschland.
00:35:18: Und dann lernst du jedes Mal total lieben.
00:35:21: Wir sind in ganz tollen Orten, sondern Ostsee ist so schön dort.
00:35:24: Da haben wir Tierbegegnungen.
00:35:27: Jetzt fahren wir dann auf Hirschbrunft nach Thüringen und ... Also es ist ein bisschen nerdig zu gegeben auch hier wieder?
00:35:36: Ich bin nicht weit weg von dem Vogelbuch und kann den Vogelerben zuordnen!
00:35:43: Aber ja, das macht total happy.
00:35:45: Und ja, das ist wahrscheinlich die Aussicht auf keine Ahnung.
00:35:48: Wenn ich von irgendwann mal in den Achtzig bin oder so und nicht mehr mit den Reisen nach Afrika antun kann aus welchen Gründen auch immer dann ...
00:35:54: Sitzig
00:35:54: im Thüringer Wald?
00:35:55: Ja!
00:35:57: Ich hab's dir schon noch gemacht, ihr macht es nach wie vor viel gemeinsam.
00:35:59: Aber dieses Sambeer, da hat er nicht mehr so Lust geblieben, dass man so begleiten muss.
00:36:03: Das war auch dein eigenes geworden, ne?
00:36:05: Da waren jetzt
00:36:06: paar Jahre nicht mit mir.
00:36:07: mal schauen.
00:36:08: Ich glaub'
00:36:08: jetzt langsam juckt sie ihn auch wieder.
00:36:10: Er hat halt dann immer gewisse Bedürfnisse eben, diese Tentat-Geschichte ist und so.
00:36:18: Mir macht ein Zelt wie gesagt nichts aus, aber er hat dann halt schon lieber eine gemauerte Lodge oder so, das gibt es ja alles.
00:36:23: Es gibt auch in Sambia super Ultraluxus-Loges mit Klimaanlage und Swimmingpool ... Ich brauche das nicht, ich find's auch schön, aber ich brauch sie!
00:36:33: Aber er braucht das halt ein bisschen.
00:36:34: So dieses sichere Gefühl abends, wenn man ins Bett geht zumindest?
00:36:39: Ja, schon trägt.
00:36:40: Wie auf der Mauer ist es ein anderes Gefühl als ... Das kann ich mir vorstellen?
00:36:44: Es ist auch die ersten Nächte, wenn man in Afrika ist jedes Mal, ist man sehr alert und hört so was zu draußen ab.
00:36:50: Und das kommen ja auch die Tiere, also ganz viel nachtaktiv.
00:36:53: Die ganzen Nilpferde kommen nach zum Grasenelefanten gehen herum.
00:36:57: Es kommen auch die Leopaden, die Hygiene, man hat alles Mögliche.
00:37:00: Wenn's dann um Zürcht bist, können sie unter Umständen gefährlich werden.
00:37:03: Ja, nein!
00:37:04: Interessanterweise respektieren diese Strukturen total.
00:37:07: Selbst wenn's nur eine Zeltstruktur ... da gehen die Tiere eigentlich im Normalfall nicht hinein.
00:37:12: Es ist total spannend, es gibt immer Aussahmen und es gibt das eine Mal in hunderttausend Fällen, wo dann doch ein Elefant aus welchem Grund auch immer reingegangen ist oder eine Kratzer versiegendes Gerochen hat oder so ... Aber ja, ich fühle mich total sicher.
00:37:26: Ich hab da überhaupt keine Bedenken.
00:37:28: Wie gesagt, vielleicht ein bisschen Nei-Videos aber.
00:37:32: Ja, ich meine, wenn ihr etwas mehr geht, frisst mir ein heißen Umgefühl.
00:37:36: Dann muss ich immer mal lösen da.
00:37:38: Deswegen hab ich ja jede Menge Shark-Content in meinem Social Media-Support hineingehen.
00:37:43: Verfolgen dich deine
00:37:44: Ängste?
00:37:45: So wie immer rauszukommen aus dem, aber ich find's total schön!
00:37:48: Also die Chance von einem Hei jetzt getötet werden ist total winzig und eigentlich sollt ihr das in diesem offenen Meer genießen.
00:37:56: Und du weißt dann wo du bist da, diese Statistik bewusst und kannst sie da entspannen.
00:38:01: Das ist ja total schön, so soll es sein.
00:38:04: Das
00:38:05: ist eigentlich irrational.
00:38:08: Aber ich kann es total nachvollziehen, wo ich Ängste habe, in engen beklemmenden Situationen, z.B.
00:38:14: in einer Höhle, wenn's sehr eng wird, Felsspalten und so ... Da hab' ich irrationale Ängze, da weiß ich, ich kann mir nix passieren!
00:38:21: Ich werd jetzt nicht sterben, ich werde nichts zerquetscht werden höchstwahrscheinlich, aber das sind so Urengste, die sind so in uns einprogrammiert und da gibt sich ja eine Berechtigung
00:38:30: dafür.".
00:38:32: Und deswegen kann ich das total nachvollziehen.
00:38:33: Deswegen ist es einfach nur Zufall oder Entsegen, dass ich da keine Angst habe in Afrika im Busch und im Meer auch nicht.
00:38:39: Deswegen möchte ich auch niemanden zwingend, der da Ängste verspürt.
00:38:42: Ist auch nicht fair den Raffel zu sagen hey du musst jetzt dort mit und schaust halt drüber hin weg über deine Ängst.
00:38:48: Das ist ja nicht realistisch weil ... Ich weiß es geht nicht so leicht.
00:38:53: Ja.
00:38:53: Es ist ja okay, ne?
00:38:54: Mani war immer die totale Einheit.
00:38:56: Wir sollten wo er lebt bei einer Beziehung.
00:38:58: aber Bei mir war's eher so, jeder hat sehr viel eigenständige Sachen gehabt.
00:39:02: Aber es ist ja nicht schlecht, wenn man seine eigenen Themen hat ... Ich glaub auch da ein.
00:39:07: Es gibt einfach andere Beziehungstypen, meine Mutter war immer zum Beispiel ein Beziehungstyp volle Freiheit und einfach loslassen.
00:39:12: Und viel eigener Platz.
00:39:14: und darauf finde ich wir sind zum Glück beide derselbe Typ.
00:39:16: Wir mögen sehr gerne eine sehr enge innige Beziehungen.
00:39:19: also er leidet auch jedes Mal.
00:39:20: nicht bin auch jedes mal traurig wenn wir nicht gemeinsam verheißen.
00:39:24: Also es ist schon irgendwie schade dass wir das nicht gemeinsam haben.
00:39:26: aber wie gesagt zwingend möchte ich ihn eben auch nicht.
00:39:29: Wir schauen jetzt, dass wir ein bisschen mehr in Asien aufbauen.
00:39:33: Da hat er so mehr sein Herz gefunden und ich kann da total gut mitgehen.
00:39:36: Ich hab nichts gegen Borneo und so, wo wir auch ein paar Reisen hingemacht haben und eine Gruppenreise anbieten, wo er dann auch mitkommt.
00:39:44: Weil dafür fühlt er sich viel heimischer ... Was finde ich auch irrational ist?
00:39:48: Da gibt es genauso Krabbeltiere im Ende nie!
00:39:50: Aber das stört ihn weniger als die Afrikanischen.
00:39:57: Ja ja.
00:39:58: Diese Frauen, die du da mitnimmst auf die Reisen.
00:40:00: Was haben sie für Erwartungen?
00:40:05: Was ist das große
00:40:07: Lernen?
00:40:07: Ja, dass du das fragst!
00:40:09: Weil ich hab am Anfang gedacht so, ich seh mich eigentlich als Reiseleiterin im Sinne von, ich schau, wir sind schöne ... sichere, gute Reiseerlebnisse haben und natürlich auch die fotografische Anleitung.
00:40:18: Aber es ist viel mehr psychologisch.
00:40:20: Also du bist vielmehr halt für diese Gruppe auf einem anderen Level verantwortlich.
00:40:25: Die kommen ja ... die sind da bereit, was zu ändern vielleicht.
00:40:28: Ja,
00:40:28: die kommen mit ihren Themen und ihren Vorstellungen und Wünschen so.
00:40:31: Und du bist da total in einer Verantwortung.
00:40:35: Das ist auch ein Druck, gebe ich auch zu, dass du das Gefühl hast hier, du wirst eigentlich, dass sie da weggehen und irgendwie etwas mitnehmen.
00:40:42: Ich kann nicht die Verantwortung für ihre komplette Lebenssituation übernehmen.
00:40:47: Ich kann dafür verantwortlich sein, wie das vor Ort ist, dass ich das Beste aus den Tagen mache, die wir gemeinsam haben.
00:40:54: Ihnen hoffentlich etwas biete, was ich toll finde und mich berührt ... Und dass der Funke überspringt?
00:41:02: Aber mehr geht auch nicht!
00:41:03: Man kann nicht alle Lebensprobleme lösen auf einer zehntägigen Safari.
00:41:07: Das ist auch nicht realistisch.
00:41:08: Ja, es ist total interessant.
00:41:11: Die Gruppendynamik ist auch jedes Mal total unterschiedlich, je nachdem wer mitkommt und so... Und jeder kommt mit seinen eigenen Ideen und auch Historien und Vorstellungen.
00:41:21: Aber ja für mich ist nochmal das Wichtigste, dass wir gemeinsam dieses Naturerlebnis irgendwie zelebrieren und dass wir da auch reflektieren drüber und die Fotografie so als dieses Medium verstehen.
00:41:32: Gibt ja so Fotogites, die machen die ganze Zeit technische Anweisungen.
00:41:35: Die haben jetzt halt Blende so und dann bin ich derzeit X- und Schauporträt und Cat, Kloß und Kahl was auch immer.
00:41:41: Und das mache ich überhaupt nicht.
00:41:43: Aber ich gebe schon technische anleitung.
00:41:45: aber ich bin jetzt nicht der Technikmoderator auf der ganzen Reise Sondern Ich schau dass die Leute die Kamera handeln können Dass sie ihnen nicht im Weg ist Weil ich glaub, wenn man mit der Kamera strengt, kann das auch total was wegnehmen von dem Erlebnis.
00:42:00: Dass man diese Hürde irgendwie überwindet, dass man lossetzt und sagt, ihr werdet es nicht gelingt?
00:42:04: Das ist okay, wir gelingen auch Sachen nicht!
00:42:06: Ich versau auch Fotos immer wieder.
00:42:09: Dann gibt's Momente wo ich dann doch die falsche Reinstellungen hatte, irgendwas verpasst hab oder was auch immer... Also auch das zu lernen.
00:42:16: Aber ja letztlich da trotzdem immer abends beim ... Das ist halt so schön auf das Verfahren, das sitzt zusammen am Abend bei den Buschfeuer-Lagerfeuer mit dem Sternenhimmel.
00:42:24: Und du hast immer diesen Moment des Reflektierens und des Einordnens und Einsortieren, sondern irgendwie diese Gespräche am Lagerfeuer sind immer die besten schönsten Gespräche.
00:42:33: Dann geht man ins Bett um zehn, elf, wie ein Pensionist.
00:42:36: Man steht ja auf sehr früh oder so einen fünf, sechs Spätestens auf.
00:42:40: Das heißt, man hat auch den Rhythmus mit der Natur lebten.
00:42:44: Also ja, ich könnte das schwärmen stundenlang.
00:42:47: Und es macht so aber nur mit Frauen?
00:42:48: Nein, nein!
00:42:49: Ich mache gemischte Reisen.
00:42:50: Also je nachdem... Es gibt manche Reisen, die sind meine Frauenreisen und manche sind gemischten Reisen je nach Konzept der Reise.
00:42:57: Also das ist beides okay, weil ich habe ganz oft Pärchen auch dabei wo dann vielleicht einer von den beiden fotografiert und der andere nicht.
00:43:03: Und so, die sagen hey ... wir finden nie eine Gruppe, wo das
00:43:06: passt.".
00:43:07: Ich sag ja, ich versuch's eben so zu gestalten dass es auch passt für Nichts Fotograferinnen und Nichts Photografen, dass sie das auch genießen können.
00:43:14: Weil wie gesagt, diese Hardcore-Phototechnik Anleiterin bin, ich find das auch ganz unangenehm weil ich möchte immer noch, dass die Leute schauen und spüren und nicht nur Einstellungen, Einstellung und dann nur auf Display herumfummeln.
00:43:28: So schauen
00:43:30: wir was
00:43:31: los ist.
00:43:31: Ja ja
00:43:32: das ist ja wieder nicht dieses Hinscham.
00:43:33: Und die machen das ja als Hobby weißt du?
00:43:35: Die müssen nicht nach Hause kommen mit dem einen Award Winning sowieso Fotos können wenn sie das wollen voll cool aber sie müssen
00:43:42: nicht.
00:43:44: Diese Fotografie hier im Wildlife ist schon eher eine Männerdomine.
00:43:48: Ja, voll.
00:43:49: Immer noch ... also überhaupt die ganze Safariindustrie ist eine Männerdomäne?
00:43:52: Genau!
00:43:53: Also wenn du auf Safari bist und das zu meinem weiblichen Guide hast, ist es die totale Ausnahme jeder Lande.
00:43:57: In manchen Ländern gibt's einfach gar nicht.
00:44:00: In anderen Ländern gibt es halt ne Handvoll, die jetzt gerade kommen und so.
00:44:03: Das muss total gefördert werden.
00:44:04: Super wichtig.
00:44:06: Da gibt's auch sehr viel Bewegung Gott sei Dank in die Richtung.
00:44:08: und in der Fotografie Detto... Fotografie.
00:44:11: Deswegen hab ich dir vorgesagt, die Papas haben das den Töchtern so irgendwie gebracht.
00:44:15: Das ist ein totales Klischee.
00:44:16: aber wenn du dich umhörst, dass sie Geschichte du da hörst.
00:44:18: Ganz selten ist es ... Die Mama hat ihnen die Kamera gezeigt als junges Mädchen oder so, das gibt's kaum.
00:44:25: und dann gibt's natürlich Segmenten der Fotografien was noch stärker ist also Sportfotografie, Autofotografi, also Technik.
00:44:31: sehr technikerfine Sachen sind dann noch männerlastiger und Waldorf ist auch eine Domäne, die recht männerlastig ist.
00:44:38: Aber da tut sich was.
00:44:39: Und ich würd auch sagen, dank Social Media ... Das muss man jetzt dem Meta Zuckerberg so gut machen!
00:44:45: Das hat den Weg geöffnet und etwas demokratisiert, dass wir die Möglichkeit haben zur Sichtbarkeit.
00:44:50: Das ist eigentlich das.
00:44:52: Es gibt ganz viele Studien zum Beispiel zu Magazincovers in Deutschland.
00:44:57: Haben Sie mal geschaut wie viele von Frauen fotografiert wurden?
00:44:59: Wie viele von Männern?
00:45:00: Und es war erschreckend.
00:45:02: Erschreckend fast nur Männer.
00:45:03: Selbst bei Frauenmagazinen, selbst beim Vogue- und L- und You name it... Frauen vor der Kamera natürlich, weibliche Models.
00:45:09: Aber Männer hinter der Kamera ... Also da gibt's noch viel Aufholbedarf.
00:45:16: Das Gefühl, du musst mehr kämpfen oder mehr performen?
00:45:20: Es gibt immer noch Momente.
00:45:21: Gerade wenn wir gemeinsam reisen ist gesetzt ... dass irgendjemand ihn fragt nach den Kameras.
00:45:27: Oh, geile Kameras!
00:45:28: Was heißt denn da und so?
00:45:29: Er erklärt es dann auch bereitwillig.
00:45:31: Ich weiß nicht, was meine Kamera ist... Wenn er filmt ja auch, er hat meistens auch eine Kamera mit und so.
00:45:35: aber die großen Objektive und so das bin schon alles ich.
00:45:39: Also die erste Vermutung ist, das kann nicht die Frau sein.
00:45:42: Das sind sagen wir also die Bottom-Line.
00:45:43: Und dann bin ich jetzt auch keine eben so archtechnische Fotografe muss man auch sagen.
00:45:48: oder stimmt das Klischee wieder?
00:45:50: Und wenn du dir Vorträge anhörst von sehr technischen Fotografen, das ist Mathematik und Wissenschaft.
00:45:55: Das bin ich nicht.
00:45:56: Ich bin eher intuitive Fotografie.
00:45:58: Da bin ich auch ein bisschen weiblich unter Anführungszeichen, wenn du diese Klischees oder Zuschreibungen verwenden möchtest.
00:46:05: Und ... ich bin ja in einem Foto-Wertbewerb Mentorin für ... oder Jurymitglied auch für Frauen eben in der Fotografierung so.
00:46:12: Wir haben diese Gespräche jedes Mal.
00:46:14: Und wir sind auch ganz unterschiedlich am Innern innerhalb der Shuri, also einen sagen ja es gibt eine weibliche Fotografie und Frauen fotografieren anders als Männer mehr emotionalen oder das glaube ich eigentlich nicht.
00:46:24: Ich glaube es gibt
00:46:25: die ganze Bandbreite.
00:46:26: Es gibt bei Frauen ganz technische Fotografinnen und ganz emotionale und beim Männerndetto.
00:46:32: Das Schönste wäre wenn wir diese Geschlechterzuschreibungen weglassen könnten aber das sehen wir halt noch nicht um.
00:46:37: deswegen braucht sich jetzt halt noch Ich sag jetzt mal, kleinen Hilfsleitern wie eben solche Wettbewerber oder Programme extra für Frauen.
00:46:47: Nur für Sichtbarkeit was wir das wahrhaben dass es Frauen gibt in dem Feld.
00:46:52: Das soll der so sein, dass man nur das Fotos sieht und nicht ob Samann oder Fotografiert hat?
00:46:56: Ja im Bestfall sollte sie eigentlich murscht sein aber der Bestfall ist halt noch nicht eingetreten.
00:47:02: also da geht's doch viel auf zu holen.
00:47:04: auf jeden Fall Und das ist so.
00:47:06: die Studienabschlüsse oder die Ausbildungsabschlüße in der Fotografie sind meistens fifty-fifty Männer, Frauen.
00:47:12: Aber dann halt die gut bezahlten Jobs.
00:47:13: da wird's halt dann wie immer bei den Frauen weniger und ...
00:47:16: Jetzt immer
00:47:17: dünner?
00:47:20: Ja.
00:47:20: Ich meine ich hab jetzt auch zum Beispiel mich an eine Produktionsagentur angeschrieben oder angesprochen mit mir große kommerzielle Produktionen machen, ob ich das zutraue und so.
00:47:28: Und ich habe gesagt ... Ich will sie eigentlich nicht!
00:47:31: Also, ich hab euch auch kein Lust in der großen Produktion.
00:47:33: Das ist was ganz anderes als wie ich fotografiere.
00:47:35: Ich bin alleine unterwegs oder auf dem Röffel zu zweit oder so.
00:47:38: Wir machen unser Ding und eine große Produktion ist dann ein Team.
00:47:41: Da sind dann dreißig Leute da hast du dann ... Ja, eine ganz andere Art zu arbeiten.
00:47:46: Da bist du mehr so ein Manager als wirklich jetzt ein kreativer, künstlerischer Fotograf in dem... Du kommst
00:47:51: immer weiter von dem Weg, was du eigentlich willst?
00:47:53: Und das möchte ich ja nicht machen.
00:47:54: und da sind aber die gut bezahlten Jobs.
00:47:56: Also vielleicht nimmt man sich auch selber aus einem Vielersfrau an der Stelle, aber ... Ja, ja.
00:48:01: Es ist immer so, bei mir war immer, irgendwann kommt der Punkt wieder weiter in deiner Karriere.
00:48:06: Machst aber immer weniger des, was dir irgendwie Spaß macht!
00:48:10: Ja.
00:48:10: Ich finde es gut, sich treu zu bleiben und das dann auch nicht zu machen, wenn einem vielleicht auch das Finanzielle beschränkt.
00:48:17: Also vielleicht ist es sogar ein gutes Zeichen, dass die Frauen nicht die groß beteilten Tops machen.
00:48:21: Weil wir so ein bisschen uns treu bleiben
00:48:24: oder keine Ahnung ... und das mehr um das geht wirklich?
00:48:28: Und weniger um eben die Anerkennung und so.
00:48:30: Das habe ich ja hauptlich diesen Drive so.
00:48:32: Ich muss mal auf dem Titel von diesem Magazin sein oder keine ahnung?
00:48:35: eine große Aufstellung.
00:48:36: Das hab' ich mich.
00:48:37: Und das sehe ich schon, dass viele männliche Kollegen mehr haben.
00:48:40: Ja!
00:48:40: Und auch den Anspruch nach der Vorstellung, dass sie das verdienen.
00:48:45: Sie hat's im Vertrieben dargestellt aber... Das ist schon ein Thema, auf jeden Fall.
00:48:50: Ja, das ist ja lustig.
00:48:51: Ich krieg's auch oft in meinem Umfeld mit, dass voll Männer oft dieses kommt ... Wie hab ich das jetzt gemacht?
00:48:56: Mhm, mhm!
00:48:57: Und es warten wir auf dieses Feedback der Anerkennung.
00:49:01: Ja
00:49:01: ja, voll, voll.
00:49:03: Also, ich weiß nicht, ich hab wahrscheinlich ganz viel mit Sozialisierung zu tun und nicht so sehr mit dem Geschlecht an sich.
00:49:08: aber ... Wir können halt auch nicht raus aus diesem Konstrukt.
00:49:13: Epikynetik.
00:49:16: Ja, ist auch noch ein Thema.
00:49:17: Aber ich glaub das größte ... Gerade bei diesen Persönlichkeitstraids, da ist das meiste Sozialisierung.
00:49:25: Das hat nicht so viel mit genetischen Faktoren zu tun, dass Männer Anerkennung brauchen, glaube ich.
00:49:31: Weiß jetzt nicht.
00:49:33: Aber Frauen nehmen sie ja immer sehr zurück.
00:49:37: Wenn du alle sehr zösst, was du schon geleistet hast und was du machst auf diesem Gebiet für andere Frauen
00:49:44: usw.,
00:49:45: und welche Kunden du hast.
00:49:47: Und der erste Reaktion war, wie ich den Podcast eingeladen habe.
00:49:50: Ich bin doch null Expertin.
00:49:52: Ja stimmt!
00:49:54: Du wirst auch mit mir reden über's Über-Fürzig sein.
00:49:56: Auf dem Gebiet bist du noch keine Experte?
00:49:59: Ich bin zwar Über-fürzig aber dazu sagen kann ich dir leider gar nix.
00:50:04: Obwohl klar man ist ein anderer Mensch aus mit zwanzig, aber so auf der Tat sind's maximal.
00:50:07: Expertinnen
00:50:08: unseres eigenen
00:50:10: Lieblings.
00:50:12: Das können wir.
00:50:15: Von mir raus, das las ich zu.
00:50:16: Aber ja, klar!
00:50:17: Das ist auch Sozialisierung.
00:50:19: Dass Frauen bescheiden sein sollen, still zurückhaltend, dass das eine Zier ist und quasi Lob abzuwehren im besten Fall oder auf keinen Fall Lob erheischen zu wollen oder Aufmerksamkeit erheichen zu wollen.
00:50:31: Wenn es dann kommt noch abmildern,
00:50:32: können
00:50:33: wir uns kleiner machen?
00:50:33: Genau, genau.
00:50:34: Ja, also auch ein Learning.
00:50:36: Ja, ist fürchterlich.
00:50:37: Aber das ist so schwer rauszukriegen.
00:50:40: Da ist man in diesem gesellschaftlichen Konstrukt so sehr gefangen.
00:50:46: Und das Erkennen ist ein Schritt und das Ändern ist ein zweiter Schritt und es dauert eine ganze Weile.
00:50:51: aber ja ... kleine Dinge wie Raum einnehmen, wenn in einem Gespräch sich nicht unterbrechen lassen und solche Sachen.
00:50:56: Wenn du das versuchst einzufordern aktiv, dann hast du ja auch wieder verloren als Frau oder bist du ja so fortan?
00:51:02: Ja, ja.
00:51:03: Du kriegst die Regel, was auch immer.
00:51:04: Genau, genau.
00:51:06: Hat noch viel Probleme.
00:51:08: Aber es ist nicht zu leicht!
00:51:10: Also, ich hab immer wieder Diskussion auch mit meinem Vater zum Beispiel.
00:51:12: Der ist eben sehr das Musiker und ... Ich hab halt drauf angesprochen so nahe und wie viele Komponistinnen führt sie dann auf?
00:51:18: Und er sagt dann, es gibt halt nicht viel.
00:51:20: Ich sag, ja, wohl!
00:51:21: Man muss halt einfach schauen, es gibts hier.
00:51:23: Aber die waren halt nie so berühmt wie ihre männlichen Kompagniose.
00:51:26: Das ist eigentlich unsere Aufgabe jetzt zu schauen, gibt's nichts Frauen in dem Bereich und können wir vielleicht durch diese Krücke, wie auch immer du es nennen möchtest Quote oder sonst irgendwas Frauen in diesen Positionen hiefen, dass sie ja mal zumindest dass wir die gleiche Sichtbarkeit haben wie Männer.
00:51:42: Das hat er gar nicht eingesehen, aber überhaupt nicht verstanden.
00:51:44: andere Generationen, sehr viel gestritten mit denen.
00:51:49: Klar, wir sind da anders sozialisiert und die Generation, die jetzt nachkommt ist dann wieder ganz ... also viel sensibilisierter als wir noch.
00:51:57: An uns ist dieses Thema irgendwie erst herangetreten, viel später im Leben so ein ... mein Eindruck in der Schule waren ... Da waren die Mädchen, die Heroes.
00:52:06: Wir haben besser an der Schule und in den Oten gemacht.
00:52:09: Die Lehrer haben uns mehr gemacht, die Lehrerinnen vor allem.
00:52:12: Und dann kann der Reality-Check erst später ... Das stimmt
00:52:15: ja!
00:52:17: Wobei mir schon noch auffällt, dass es nach wie vor so ist.
00:52:20: Berufe im Kinderbuchbüchern für Mädchen.
00:52:24: Dass das immer sehr herausgehoben werden muss, dass sie jetzt auch Mädchen machen können.
00:52:28: Aber die Jungs können alles machen.
00:52:30: Selbstverständlich.
00:52:30: Eine Freundin von mir hat ihr ganzen Kindergeschichten selber umgetext und einfach immer Frauen in die Männerrollen hineingehieft.
00:52:37: Sie gesagt, sie macht das einfach anders.
00:52:41: Da gibt es einen Prinz unter der Prinzessin in vertauschten Rollen.
00:52:44: Ja
00:52:45: ja auch mal eine Idee, die Kinderbücher so um zu legen und nochmal neu rauszubringen.
00:52:49: Und
00:52:49: dann mal schauen wie sich das anfühlt für uns, oh okay der Prinz schläft und die Prinzessine kommt und muss ihn retten!
00:52:57: Ja, die Märchen müssen alle entweder unsere Stimme verlieren
00:53:00: und hundert Jahre schlafen.
00:53:02: So ist es, in kleine Schuhe passen ... Boah!
00:53:05: Ja, fürchterlich.
00:53:06: Sehen und die Pferden abhacken ein Wahnsinn?
00:53:09: So ist's.
00:53:12: Na, da gibt noch viel zu tun.
00:53:13: Und die Fotografie sind ein ganz kleines Segment in dem Ganzen.
00:53:17: Aber das hat ihn, der ich was bewegen kann, ein bisschen halt.
00:53:20: Viel ähnlich, aber so ein bisschen zumindest.
00:53:22: Frauen ermutigen und ja... ihnen beibringen, dass sie das sehr wohlkönnen.
00:53:28: Und dass die dann alle ein Stückchen weiter ein bisschen anders zurückkommen von dieser Reise?
00:53:32: Ja im Bestfall!
00:53:33: Im Bestfall also das wäre der Idealfall.
00:53:39: Es gibt jetzt ganz viele, die immer wieder mit mir verreisen.
00:53:41: Das ist ein gutes Zeichen.
00:53:42: Die waren einmal dabei und kommen jetzt weiter.
00:53:45: So ein drittes Mal errt mich jetzt schon.
00:53:49: Also das zeigt, dass da was funktioniert und da was überspringt.
00:53:53: Das freut mich
00:53:55: voll.
00:53:57: Wie du dir dein Leben eingerichtet hast, Aga mit dieser Freiheit so viel reisen zu können und deiner Leidenschaft noch gehen ... wie frei ist das Leben wirklich?
00:54:08: Was lässt man zurück dafür?
00:54:11: Ja!
00:54:12: Ich glaub, so richtig frei ist man nie.
00:54:15: Letztlich, wenn man als Selbstständige arbeitet, ist man abhängig von Auftraggebern und ich hab nie ein fixes Einkommen, also mein Einkommen fluktuiert total.
00:54:23: Daran habe ich mich gewöhnt.
00:54:25: Anfang des Jahres ist es tote Hose, die ersten zwei Monate verfalle ich nicht mehr in Panik.
00:54:29: Wenn nix kommt oder Sommermonate ... Ist auch nichts los.
00:54:33: Man is nie ganz frei und unabhängig.
00:54:37: Obwohl mir das so als Wert total ... wichtig ist und ich mag Schätze, meine Freiheit sehr.
00:54:43: Es mit den Grund glaube ich warum wir keine Kinder haben und auch nie welche wollten.
00:54:47: das war diese Unabhängigkeit sich zu erhalten.
00:54:51: Das war der Wunsch auch nie da.
00:54:52: also ich glaub dass hat es am einfachsten gemacht.
00:54:55: wenn einer von uns einen Wunschen entwickelt hätte ich glaube dann gewillt, die Freiheit und die Unabhängigkeit für eine Weile aufzugeben.
00:55:01: Und dann hat man diesen anderen intrinsischen Motivator, warum man das macht?
00:55:06: Aber das hatten wir nie!
00:55:08: Deswegen ist uns auch höchstens gut gefühlt diese Unabhähigkeit und Freiheit, die aber nicht vollkommen ist.
00:55:14: Ich glaub, dieser Illusion darf man sich auch nicht hingeben.
00:55:17: Wir sind alle vernetzt und verwoben und abhängig von anderen Menschen.
00:55:22: Der Raphael sagt immer so, wenn man im Bus steigt muss man vertrauen, dass der Busfahrer einen sich ans Ziel bringt und so.
00:55:29: Also es gibt keine komplette Unabhängigkeit, ja also deswegen die Frage ist nicht leicht zu beantworten was habe ich dafür aufgegeben?
00:55:38: Ist bestimmt eine Absicherung, eine finanzielle vor allem Zukunftsabsicherung?
00:55:43: Eine Altersvorsorge habe ich fast aufgegeben in dem Sinne dass ich nicht weiß wie lange ich diesen Job machen kann, wie lange das geht.
00:55:52: körperlich energetisch finanziell Das sind wahrscheinlich die größten Risikofaktoren, die man aufgibt.
00:55:59: Wenn man nicht mehr in einer angestellten unter Anführungszeichen sicheren Positionen arbeitet ... Aber das ist es wunderbar wert!
00:56:09: Ich möchte im Leben nicht zurückgehen in dieses alte Leben, in diesem alten Muster und diesen alten Job kann ich mir überhaupt nicht bevorstellen.
00:56:18: Aber alles was du jetzt beschrieben hast, hast du eigentlich dort?
00:56:22: in der Wildnis auch.
00:56:24: Du musst einfach darauf vertrauen, dass du sie hast und das sind so viele Dinge die du nicht beeinflussen kannst.
00:56:30: Voll!
00:56:31: Also das letztlich lehrt allen, dass der Alltag dort dann auch ist.
00:56:35: Der totale Lehrmeister sich darauf einzulassen und man kann sowieso nichts kontrollieren oder sehr wenig kontrollieren außer die eigene Reaktion auf irgendwie äußere Umstände.
00:56:44: Das heißt, man muss sich eh so ein bisschen fallen lassen unter Anführungszeichen in den Schoß der Mutter Natur in irgendeiner Art und Weise.
00:56:53: Ja ... Ich glaub, das ist ganz essentiell.
00:56:56: Weil wenn man versucht alles zu kontrollieren, kann man eigentlich nur verlieren im Leben.
00:56:59: Das funktioniert sowieso nicht.
00:57:01: insofern gibt es auch keine Sicherheit und keine Altersabsicherung oder so.
00:57:05: Es existiert sowieso eigentlich nicht ... Ist ja
00:57:07: etwas wirklich passiert?
00:57:08: dann mit unserer Pension?
00:57:09: So ist es!
00:57:11: Klar, aber es gibt praktische Realitäten.
00:57:14: Wenn ich meinen Pensionsbescheid bekommen von der Sozialversicherung, kann ich mir auch sagen okay wie soll das denn
00:57:19: gehen?!
00:57:20: Wie soll das funktionieren?
00:57:22: Wir sitzen hier in einer Mietwohnung und werden uns den Rahmen nicht für immer leisten können, keine Ahnung.
00:57:28: Und wir haben im Moment nicht den Luxus oder die Möglichkeit gehabt, das Eigentum aufzubauen.
00:57:33: Es sind schon Themen, die einen beschäftigen, die ich versuche irgendwie fernzuhalten ... zumindest emotional fernzuhalten.
00:57:39: Faktisch muss man sich schon kümmern und versucht halt irgendwie was anzusparen oder was auch immer.
00:57:44: aber... Ich bin jetzt keine Finanzberaterin und da wäre ich auch ganz schlecht drin.
00:57:50: Mir ist trotzdem immer noch wichtig, die Gegenwart zu gestalten auf eine Art und Weise, die so erfüllend wie möglich ist oder so sinnstiftend irgendwie wie möglich.
00:58:02: Ja ... Und du warst einmal in einem Off-Line-Dorf?
00:58:07: Mhm!
00:58:07: Wo du ... Du, dein Leben, das du jetzt hast über das Handy quasi bist du da reingekommen.
00:58:14: Dann hast du deinen Handy aber abgegeben für eine Woche oder ... Genau!
00:58:18: Richtig weggesperrt.
00:58:19: also die Gründerin von dem Offline-Dorf, die Linda, die hat selber Experimente gemacht selbst Experimenter und ich glaube auf October hat sie das genannten ganzen Oktober war sie offline, hat auch ein Buch glaube ich darüber geschrieben und die hat eben dann jetzt wissenschaftlich begleitet dieses Offline Dorf gegründet wo man wirklich mit Forschung gemeinsam.
00:58:38: Da wird im Vorhinein mit Fragebogen das Verhalten reflektiert, mit dem Handy und wie seinem Geht davor danach etc.
00:58:45: Und dann wird da nachher eine Erhebung auch gemacht, wie sich das verändert hat durch das Offland-Dorf dort vor Ort, wie man sich gefühlt hat und dann was man dafür in den Alltag mitgenommen hat.
00:58:53: Und mein Online-Verhalten, das sind so sechs bis acht Stunden am Handy pro Tag.
00:58:58: Das kann man sich ja leider gut anschauen bei den Statistiken.
00:59:02: Aber das erschreckt dann erst mal, wenn man sich das angeschaut hat.
00:59:04: Dann wie gesagt, mein Argument, ja, das ist neunundneinzig Prozent Arbeit, ist natürlich irrelevant.
00:59:09: Letztlich bin ich trotzdem am Handy und dem allem ausgesetzt.
00:59:12: Und da war ich einmal eine Woche ohne Handy in einem Käfig weggesperrt und hatte eine Woche Zeit für alles Mögliche andere.
00:59:21: aber ich durfte eine Kamera mitbringen also ... Es war quasi für mich unter Anführungszeichen die Ausnahme genehmigung, dass ich fotografieren durfte.
00:59:27: Insofern hatte ich mein Arbeitsgerät, mein alltägliches.
00:59:31: Und in Afrika ist es nicht viel anders, weil ... in den meisten Camps haben wir kein Internet.
00:59:36: Also keinen Wifi-Pfiff oder nur an einem Ort, in einem quasi Zelt, wo man extra hingehen muss, wenn man mal jemanden anrufen möchte und so.
00:59:42: Aber auch da bin ich dann offline.
00:59:44: Ich genieße das total diese Lachsamkeit, die ein Tag ohne Handy hat.
00:59:49: Das ist leider Gottes spürbar!
00:59:52: Also es macht wirklich einen Unterschied.
00:59:55: Und dann gibt es ganz viele andere Faktoren und ich glaube schon, dass meine Erzuchtverhalten auch entwickelt.
00:59:59: Dass man getriggert ist auf diese Notifications- und die ganze Zeit irgendwie das Gefühl hat... Man muss da drauf schauen!
01:00:05: Man will da draufschauen!
01:00:06: Was hat sich noch alles getan?
01:00:07: Wo sind wieder rote Einser, Zweier, Dreier
01:00:09: usw.?
01:00:10: Ja, ist ja schön wenn man sie von den lösen kann.
01:00:12: Also wie war dieses Automatische reinschauen?
01:00:14: Ist da rein, da rein ... So
01:00:16: ist es.. und dann fangst du da
01:00:17: vorne an.
01:00:19: Lex ist nicht weg, fangt du da vorn an.
01:00:22: Es ist schlimm.
01:00:22: also es ist wirklich die Dinge wie gesagt programmiert darauf, uns an sich zu binden.
01:00:27: Je mehr Zeit wir darauf verbringen, desto mehr Werbung können sie uns ausspielen und so mehr Geld machen sie am Ende.
01:00:32: Die Rechnung ist einfach.
01:00:33: das heißt die Mechanismen sich denen zu entziehen ist eigentlich kaum machbar weil das ist ja perfide geplant dass wir da so viel Zeit wie möglich drauf verbringen.
01:00:43: Das heißt, man musste das wegsperren!
01:00:44: Man musste uns die wegnehmen, diese Telefonhör und den kleinen Käfig gesperren.
01:00:47: Das haben sie total als symbolischen Akt dort gemacht.
01:00:52: Nein?
01:00:53: Nicht soweit ich Sie mitbekommen habe im
01:00:55: Gegenteil?!
01:00:55: Ich muss sagen, die ganze Gruppe eigentlich waren alle total... gelöst und haben diese Woche als sehr bereichernd und sehr schön empfunden.
01:01:03: Wir hatten auch ein sehr gutes begleitetes Programm von Eisbaden bis Yoga, bis Waldwanderungen mit ganz künstlerischen Aufgaben zeichnen, Gedichte schreiben usw.
01:01:13: Es war total toll und wunderschön bei mir allerdings sehr wenig nachhaltig geändert.
01:01:18: Du musst dich zugeben!
01:01:20: Also sie hat uns ganz viele Mechanismen für den Alltag mitgegeben.
01:01:24: Eines davon habe ich z.B.
01:01:25: eine ganze Zeit lang gemacht, das Handy programmiert so dass es um die Zweiundzwanzigur sich auf schwarz-weiß geschaltet hat.
01:01:30: Das kann man am iPhone einstellen und dann legst du es auch wirklich weg weil dann ist es langweilig.
01:01:34: also außer Artikel lesen oder so aber Instagram verliert mit Schwarz-Weiß total den Reiz Und so weiter, ganz viele Dinge.
01:01:42: Tipps wie man soll Handyfreizonen ist alles keine Rocket-Science aber in der Wohnung das Handy nicht mehr mitnehmen zum S-Tisch oder das Sofa
01:01:50: z.B.,
01:01:50: es ist Handysfreizonen.
01:01:51: Das heißt wenn man sich aufs Sofa setzt selbst um nur Fern zu sehen dass man dann das Handy dich mitnimmt weil wir können ja nicht bei mehr Fernsehen Wenn die Serie zehn Minuten langweilig ist sind wir alle am Handy.
01:02:02: Also, ich zumindest.
01:02:03: Ich schaue zwischendurch die Serien.
01:02:05: Dann
01:02:05: merkst du, ich hab die Serie nicht geschaut und Pause zurückspulen.
01:02:08: Das ist echt schlimm.
01:02:10: Muss man wirklich sagen, das ist eigentlich
01:02:12: ... Leider sogar mit den Schlafzimmern?
01:02:13: Ja,
01:02:13: das hat er ja für mich verboten mittlerweile.
01:02:18: Er geht vor mir schlafen.
01:02:19: Jetzt gehst du immer
01:02:20: gemeinsam ins Bett!
01:02:20: Wir
01:02:21: sind schon früher nicht so viel gemeinsam in's Bett gegangen.
01:02:23: Ich bin eher die Nachtäune an der Früh schlafe gehen.
01:02:27: Ja, also es gibt keinen ... Ich hab nie ein Bett gelesen oder so.
01:02:31: Ich würd gern Bücher lesen, aber das stört.
01:02:34: Das Licht, ja?
01:02:36: Und mit dem Handy ist das auch mein einziges Ding.
01:02:39: Es ist jetzt noch öfter, dass du dann immer ... Du kommst da nicht
01:02:42: so Ton drauf und bläust quasi den
01:02:44: Moment auf.
01:02:44: Sorry!
01:02:46: Wieder irgendein Reel gespielt.
01:02:50: Aber ja...
01:02:51: Ja, nein, es ist ...
01:02:51: Erik, aber ...
01:02:53: Es ist nicht einfach.
01:02:54: Und ich glaube, die Linda kämpft da total gegen Windmühlen und bemüht sich sehr, dass wir alle zumindest einmal ein Bewusstsein dafür entwickeln wie Orgis überhand genommen hat unser Handyverhalten.
01:03:07: Ich glaub wenn man so wie du, wenn man Kinder hat und so dann ist er ein bisschen gezwungen öfter mal
01:03:11: ohne Handy zu
01:03:12: verbringen.
01:03:12: Genau,
01:03:13: also sieht mein Handy immer auf laut los und Tisch ist zum Beispiel bei uns völlig tabu.
01:03:17: Also ich muss oft ermahnen, dass das so ist aber es finde ich auch gut.
01:03:21: Aber da ist er so ein bisschen gezwungen.
01:03:23: Wir sind natürlich ohne Kinder so ein wenig vogelfreiend, keiner kontrolliert uns und wir haben auch für niemanden quasi eine Verantwortung vor Bildfunktionen, die wir erfüllen müssen.
01:03:31: Ja aber dafür haben wir das heimliche?
01:03:34: Das Kind gar mal im See kusch!
01:03:37: Gott, so wie früher mit Schokolade.
01:03:41: Genau.
01:03:41: Ist gleich überhängig.
01:03:43: Du wirst der verbindende Schokoladest.
01:03:45: Geht nicht.
01:03:49: Also eher ... Es ist Teufelszeug, aber gleichzeitig eröffnet es auch sehr viele Möglichkeiten und ich glaube das Einzige was wir machen können zu schauen, schadet es uns.
01:04:01: Also haben wir das Gefühl, dass es uns schadete?
01:04:04: Das hat auch die Linda immer gesagt.
01:04:05: Echtes Suchtverhalten ist nur dann als Sucht definiert wenn man darunter leidet oder das Umfeld darunterleitet.
01:04:11: Das sind die Definitionen.
01:04:13: also nur wenn du sechs bis acht Stunden am Handy verbringst und du leidest aber nicht darunter und auch dein Partner nicht oder dein Kind oder deinen Umfeld, dann wäre das okay.
01:04:21: Aber wenn du sagst hey eigentlich bin ich danach depressiv verstimmt.
01:04:25: Ich denke mir, wo ist mein Tag hin?
01:04:27: Ich hätte gern lieber ein Buch gelesen oder Klavier gespielt oder sonst was.
01:04:30: Das ist das, wo man eigentlich dann einen Schlussstrich ziehen sollte.
01:04:34: aber bei allen Süchten war immer das Thema ganz oder gar nicht.
01:04:40: Also, konnte es quasi Alkohol sucht oder das war immer die Therapieform.
01:04:43: Da gibt's gar kein Alkohl und zwar keinen Tropfen mehr!
01:04:46: Und was geht beim Handy nicht?
01:04:48: Das heißt wir sind in einer ganz verzweigten Lage, dass wir das Ding nicht ganz weglegen können, dass sie es brauchen... ...und dass wir aber gleichzeitig jetzt nicht gut kontrollieren können für uns selbst.
01:04:56: Und das Einzige, was da glaube ich wahrscheinlich geht ist so politische Regulationen.
01:05:00: Und es passiert ja jetzt also immermehr, dass zumindest mal Diskussionen darüber eröffnet werden ob die Politik nicht eingreifen kann.
01:05:08: Stichwort Jugendschutz.
01:05:10: Und das ...
01:05:11: ist schön, da gibt's jetzt insanzige fünfzehn Filmen.
01:05:13: Du kannst auf Instagram sein in der Zeit und dann ist es einfach Schluss.
01:05:17: Dann gehts aus!
01:05:17: All die sind jetzt
01:05:18: offline.
01:05:19: Wir gehen alle online oder jetzt?
01:05:22: Ja, das wär schön.
01:05:24: Dafür muss man nach Afrika wissen, kein Internet gibt's.
01:05:26: Aber immer an dieses ...
01:05:28: Was nicht stimmt im Übrigen.
01:05:30: Überall internet aber.
01:05:32: Die Cams entscheiden sich auf die Wust übrigens dafür.
01:05:35: Oder du kannst ja jetzt mit Starlink und so überall Internet anbieten.
01:05:38: Das ist erst seit ein paar Jahren so, das war früher nicht so.
01:05:41: Jetzt gibt es einfach Camps, die sagen, bei uns gibt's das nicht oder es gibt nur in diesem einen Internet-WiFi-Tent oder in der Main Area und nicht in den Zelten oder
01:05:49: so.
01:05:49: Ja aber da kann ja nicht viel von außen kommen.
01:05:52: was dich sagt... Gut, beeinflusst.
01:05:53: Oder von innen auch rauskommen aus dir, wenn du dich immer mit dem Handy ... Ich glaub, je mehr wir offline sind und du jetzt da, so sehr du auch unter die Handysüchtler kommst.
01:06:06: Auch diese Momente, die du jetzt hast, die sind einfach wie das Nähren dafür deine Seele oder was?
01:06:12: Und für deinen Senn, weil wir sind ja alle schon ein bisschen ...
01:06:16: Kakao!
01:06:18: Hast du gut zusammengefasst.
01:06:19: Es ist traurig, dass man irgendwie so ans andere Ende der Welt dafür muss und besser wäre, wenn das hier auch funktionieren würde?
01:06:25: Ja genau!
01:06:31: Das hilft eine Kamera in der Hand zu haben, es ist eine gute Ablenkung.
01:06:34: Mir ist lieber die Kamera als keine Ahnung, die Zigarette oder sonst was.
01:06:38: Aber ja, es ist nicht einfach.
01:06:41: Und eben wir sind erwachsene Frauen und struggling damit wie soll's dann Jugendlichen gehen?
01:06:46: Wie soll's den Kindern da mitgehen?
01:06:49: Wir haben an sich viel besser entwickelte Kontrollmechanismen in unserer Gehirnentwicklung als eine ganz andere Stelle.
01:06:55: Aber ich fällt uns trotzdem allen schwer.
01:06:59: So ist das ...
01:07:04: Das, was dann noch kommt bei dir.
01:07:05: Kannst du schon zu kommen können?
01:07:07: Und das Schöne ist ja, dass wir alle ein Produkt am Ende sehen und eben diese schönen Bilder ... Genau,
01:07:13: Sie müssen alle aufs Handy schauen!
01:07:16: Diese Ergebnisse sind voll im Messer.
01:07:19: Der ändert immer auch.
01:07:21: Ja genau, Fotodruckgefotobücher...
01:07:24: Ja, das sind ja andere Bilder.
01:07:26: Es sind ja näherende Bilder die du da bringest.
01:07:29: Also ich bemühe mich zumindest, dass das was ich beitrage zu dem Internet möglichst positiv ist.
01:07:35: Das gelingt mal besser, auch da mal besser mal schlechter aber ... Ja, das ist zumindest ein kleiner Beitrag den ich leisten kann und der hat viel gesagt sehr minimal richtig ... Wie
01:07:49: viele Frauen du da schon inspiriert hast eben auf diesen Trips?
01:07:53: Die schlägt ja alles weg!
01:07:56: Also das ist sicher auch so, dass das Positivste was ich mitnehme.
01:08:00: Man geht ja ganz oft auch in den Austausch und es funktioniert auch im digitalen Raum und kriegt einfach Feedback von Frauen die einem schreiben und sagen dank dir hab' ich XYZ und das macht's dann irgendwie wett.
01:08:15: Aber ja, mal sehen wo der Weg hinführt für uns alle oder auch gesellschaftlich.
01:08:19: Ich bin gespannt also jetzt mit so diesen ganzen KI-Entwicklungen und diesem Vertrauensberuch dass man nichts mehr glaubt was man online sieht und so da kommen noch ganz andere Themen auf uns zu die dann auch politisch Wellen schlagen und so viel Impact haben.
01:08:33: also da gibt es viel größere Probleme als ... habe ich jetzt Internet-Handy sucht oder Wi-Fi, oder nicht.
01:08:39: Das
01:08:41: glaube ja auch.
01:08:43: Ein schönes Endschlusswort für dieses Gespräch!
01:08:46: We are doomed!
01:08:50: Wir haben das Vertrauen, wir wollen schon alles werden?
01:08:52: Ja
01:08:52: also auf einer universellen Skala hab' ich immer noch das Gefühl und da bin ich vielleicht Eternal Optimist dass die Mensch hat voranschreitet.
01:09:02: so auf einer sehr langen Zeit skala betrachtet hab ich immer noch dieses Vertrauen, dass es in einer Art und Weise positiv weitergeht.
01:09:12: Und dass wir als Menschheit uns weiterentwickeln ... auf welche Art und Weiße auch immer, ob das jetzt spirituell ist oder nicht, aber dass wir irgendwie energetisch weitergehen.
01:09:22: Das ist besser jetzt also im Mittelalter.
01:09:26: Voll!
01:09:27: Also nichts davon, was besser?
01:09:28: Nein,
01:09:29: da bin ich auch nicht der Meinung.
01:09:31: Insofern ist es jammern auf hohem Niveau.
01:09:34: Aber das können wir halt gut in Österreich.
01:09:37: Kernkompetenz!
01:09:39: Kein Kompetenz, ja man.
01:09:41: Genau.
01:09:43: Schöne Sende war das ist.
01:09:46: Danke für die Einladung.
01:09:48: Für dieses nütte Gespräch.
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